Zum Inhalt springen

Spielwaren: Umsatzrekord bei Lego

Lego Technic – hier der McLaren Senna GTR – gehörte für den dänischen Spielwarenhersteller zu den Produktgruppen, die 2021 das größte Umsatzwachstum hingelegt haben. Foto: Lego

27 % mehr Umsatz, 32 % mehr Gewinn – Spielwarenprimus Lego hat 2021 erneut ein Rekordjahr verbucht.

Der Jahresumsatz von Lego wuchs im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2020 um 27 % auf 55,3 Mrd. DKK (umgerechnet 7,4 Mrd. EUR), und die Verbraucherverkäufe des Spielwarenherstellers stiegen im gleichen Zeitraum um 22 %. Damit übertrafen die Dänen das weltweite Marktwachstum deutlich.

Das Betriebsergebnis lag bei 17,0 Mrd. DKK. Dies entspricht einem Plus von 32 % gegenüber 2020. Dieses Ergebnis konnte trotz ehrgeiziger strategischer Investitionen und gestiegener Fracht- und Rohstoffkosten erzielt werden. Der Nettogewinn lag bei 13,3 Mrd. DKK gegenüber 9,9 Mrd. DKK im Jahr 2020, während der freie Cashflow 12,9 Mrd. DKK betrug.

Alle Produktgruppen erzielten zweistellige Umsatzzuwächse. Zu den meistverkauften Themen gehörten Lego City, Technic, Creator Expert, Harry Potter und Star Wars.

Strategische Investitionen sorgen für langfristiges Wachstum

„Im Jahr 2021 haben wir die Vorteile der strategischen Investitionen der letzten vergangenen Jahre in die Innovation unseres Portfolios, die Erweiterung und Weiterentwicklung unserer Einzelhandelserlebnisse und die Erhöhung der Kapazitäten in unserem globalen Lieferkettennetzwerk gesehen“, sagte Niels B. Christiansen, CEO der Lego Gruppe. „Ich freue mich, dass wir aufgrund unserer starken Finanzergebnisse in der Lage sind, weiterhin in diese Prioritäten zu investieren.“

Vergangenes Jahres eröffnete das Unternehmen 165 neue Stores, davon mehr als 90 in China. Damit stieg die Gesamtzahl der Geschäfte zum 31. Dezember 2021 auf 832 weltweit.

Ausbau der weltweiten Fertigungskapazitäten für Spielwaren

Mit ihren fünf Fabriken auf drei Kontinenten sieht sich Lego gut aufgestellt, um mit der schwankenden Nachfrage auf ihren größten Märkten umzugehen. Ende 2021 kündigte das Unternehmen an, sein Netzwerk von Fabriken mit einer neuen, 1 Mrd. USD teuren Fabrik in Vietnam weiter ausbauen zu wollen. Der Standort in der Nähe von Ho-Chi-Minh-Stadt wird die erste kohlenstoffneutrale Fabrik des Unternehmens sein, die gebaut wird, um das langfristige Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum zu unterstützen.

Darüber hinaus erweitert das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren die Kapazität der bestehenden Produktionsstätten in Billund/Dänemark erheblich, um die unmittelbare und längerfristige Nachfrage im Einklang mit den Wachstumserwartungen zu decken.

Nachhaltigkeit im Fokus – mit Biowerkstoffen und Rezyklaten

Auch in punkto Nachhaltigkeit kommt Lego mit großen Schritten voran: 2021 schloss das Unternemen einen Versuch ab, Einweg-Plastiktüten in Kartons durch nachhaltige Verpackungen zu ersetzen. Die neuen Verpackungen werden ab Mitte 2022 schrittweise eingeführt, sodass man auf dem besten Weg sei, sein Ziel zu erreichen, bis 2025 nachhaltige Verpackungen zu haben.

Lego stellte im vergangenen Jahr außerdem einen Prototyp eines Steins aus recycelten Plastikflaschen vor und baute sein Angebot an Elementen aus Bio-PE weiter aus, die mittlerweile in fast der Hälfte aller Lego-Sets enthalten sind. Für die Einführung eines wissenschaftlich fundierten CO2-Reduktionsziels, die Einbindung der Lieferanten und die Erhöhung der Investitionen in erneuerbare Energien, unter anderem durch den Ausbau der Solarzellenkapazität in den Fabriken um 98 %, erhielt das Unternehmen von der Non-Profit-Organisation Carbon Disclosure Project (CDP) ein A-Rating für Klima.

Umsatz wird 2022 im einstelligen Prozentbereich steigen

Für das Jahr 2022 erwartet Lego eine Normalisierung der Wachstumsraten auf ein langfristig nachhaltiges Wachstum im einstelligen Prozentbereich. Dies will man durch eine kontinuierliche Konzentration auf Produktinnovationen und Wachstum in etablierten und neuen Märkten erreicht.

sk

Schlagwörter: