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Nescafé in Kaffeekapseln aus Rezyklat

Kaffeekapseln für den Nescafé Dolce Gusto: Lyondell Basell beliefert Greiner Packaging mit Post-Consumer-Rezyklat für die Kapselproduktion. Foto: Greiner Packaging

Greiner Packaging und Lyondell Basell entwickeln für Nestlé Kaffeekapseln aus Post-Consumer-Rezyklat. Nestlé verkauft darin den Nescafé Dolce Gusto.

Lyondell Basell entwickelt Polymere auf Basis von Post-Consumer-Rezyklat (PCR), die bei Greiner Packaging in der Fertigung von Kaffeekapseln für Nescafé Dolce Gusto von Nestlé zum Einsatz kommen. Das Rezyklat wird bei Lyondell Basell im Pyrolyseverfahren aus Post-Consumer Abfällen hergestellt. Dabei wird Kunststoffabfall in Pyrolyseöl als Rohstoff umgewandelt, um daraus neue Polymere mit den gleichen Eigenschaften wie Neumaterial herzustellen. Lyondell Basell verkauft das PCR unter dem Markennamen Circulen Revive.

Massenbilanzierung beim Einsatz von Rezyklat

Auch die strengen Anforderungen der Lebensmittelindustrie werden von diesen Polymeren erfüllt und die am Produktionsprozess der Kapseln beteiligten Standorte von Lyondell Basell und Greiner Packaging sind ISCC-Plus-zertifiziert. Dieses weltweite Zertifizierungsschema erlaubt eine transparente Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette. Mittels Massenbilanzansatz ermittelt Lyondell Basell, welche Menge an Recyclingmaterial im Fertigungsprozess von Circulen Revive Produkten zum Einsatz kommt. Über eine Nachhaltigkeitserklärung kann der recycelte Anteil dem endgültigen Polymer zugerechnet werden.

Zirkuläre Lösung für Nescafé-Kaffeekapseln

„Es freut uns außerordentlich, unseren Kunden Greiner Packaging – und in weiterer Folge Nestlé – mit einer zirkulären Lösung aus unserer Circulen Produktfamilie unterstützen zu dürfen“, betont Richard Roudeix, Senior Vice President Olefine und Polyolefins bei Lyondell Basell. „Circulen Revive Polymere helfen dabei, die schwer zu recycelnden Kunststoffe in großem Maßstab in den Rohstoff-Kreislauf zurückzuführen.“

Beim chemischen Recycling können gebrauchte Mischkunststoffe verwertet werden, die für eine mechanische Wiederverwertung ungeeignet sind. Dadurch können größere Mengen an Kunststoffabfall in die Wertschöpfungskette zurückgeführt werden, die andernfalls für die Energierückgewinnung oder die Deponierung bestimmt wären. Gleichzeitig besitzen diese Polymere die gleichen Eigenschaften und dieselbe hohe Qualität wie Material aus fossilen Rohstoffen.

Lyondell Basell beabsichtigt, ab 2030 mindestens 2 Mio. jato Polymere auf der Basis nicht-fossiler Rohstoffquellen zu produzieren und auf den Markt zu bringen.

Rezyklatanteil von Verpackungen stetig steigern

„Unser Ziel ist es, so viel recyceltes Material wie möglich für unsere Verpackungen zu verwenden. Daher sind wir überzeugt, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Wir freuen uns, Teil dieses Projekts zu sein, das einmal mehr die Bedeutung der Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstreicht. Mit Kooperationen wie dieser sind wir zuversichtlich, schon in naher Zukunft als Industrie gemeinsam eine vollständige Kreislaufwirtschaft realisieren zu können“, so Manfred Stanek, CEO von Greiner Packaging.

mg

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