Infrarotlicht macht PET-Rezyklat lebensmitteltauglich

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Hersteller von PET-Tiefziehschalen erreichen mit mehreren IR-Clean-Anlagen von Kreyenborg ohne Linienumbau die Lebensmitteltauglichkeit des PET-Rezyklats.

Problemlos und vor allem ohne jeglichen Umbauaufwand lassen sich PET-Folien- oder Plattenlinie mit dem IR-Clean der Kreyenborg GmbH & Co. KG aus Senden nachrüsten und so eine Lebensmitteltauglichkeit der Halbzeuge bei gleichzeitiger Leistungsoptimierung der Produktionslinien erreichen.

Lebensmittelverpackungen aus bis zu 100 Prozent PET-Rezyklat

Diese Vorteile überzeugten jetzt auch zwei Hersteller von PET-Tiefziehschalen für Lebensmittel in Südamerika, die sich an insgesamt drei Produktionslinien mit einer Durchsatzleistung von jeweils über 1000 kg/h für die „Add-on“-Module aus Deutschland entschieden. Inzwischen können die Kunststoffverarbeiter bis zu 100 % Recyclingware verarbeiten und den Verpackungsmarkt mit hochwertigen und lebensmitteltauglichen Lösungen bedienen.

Wie Kreyenborg erklärt, machen hohe Dekontaminationsleistung, FDA- und EFSA-Zulassung, einfache und gleichermaßen energieeffiziente wie effektive Prozessführung sowie eine geringe Aufstellfläche das IR-Clean zu einem attraktiven Zusatzaggregat für jede PET-Linie.

Nach einer nochmaligen Verfahrensoptimierung und einem weiteren Challenge-Test ist es Kreyenborg jetzt sogar gelungen, die Dekontaminationsleistung zu steigern. Recyclingware, die im IR-Clean aufbereitet wurde, darf zu 100% für die Herstellung jeglicher Form von Lebensmittel-Verpackungen (Lagerung von 365 Tagen, bei Raumtemperatur) verwendet werden. Gründe dafür liegen im Verfahrenskonzept des IR-Clean, das PET-Recyclingmaterial schnell und effektiv bearbeitet.

Verarbeitet werden Produktionsabfälle und Post-Consumer-Ware

Recyclingware, die im IR-Clean aufbereitet wurde, darf zu 100 % für die Herstellung jeglicher Form von Lebensmittel-Verpackungen verwendet werden. Foto: Kreyenborg

Beide Folienhersteller in Südamerika nutzen sowohl ihre eigenen, geschredderten Inhouse-Stanzgitter-Abfälle, die beim Tiefziehen anfallen, als auch zugekaufte Post-Consumer-Recyclingware. Das Material wird in den Dosiertrichter des IR-Clean gefördert und gelangt über ein volumetrisches Dosiersystem in das Drehrohr.

Hier garantiert der eingeschweißte kontinuierliche Schneckengang einen homogenen Massenfluss bei definierter Verweilzeit (First-in/First-out Prinzip). Durch die konstante Rotation des Drehrohres und die in die Wendeln integrierten Mischelemente wird das Material kontinuierlich durchmischt und die Oberfläche gleichzeitig permanent ausgetauscht, was ideal für eine effektive Dekontamination ist.

Das über dem Materialbett installierte Infrarot-Modul erwärmt das Material schnell und direkt auf ein hohes Temperaturniveau, während ein konstanter Luftstrom die mit Feuchtigkeit und weiteren Kontaminanten aufgeladene Luft abführt. Und das alles erfolgt innerhalb weniger Minuten.

Rezyklat wird direkt in die vorhandene Extrusionslinie überführt

Die so vorbereitete Recyclingware wird direkt in die vorhandene Extrusionslinie überführt. Es ist weder eine weitere Maschinenkomponente noch eine weitere Materialbehandlung erforderlich, um die Recyclingware zu Folien für die Lebensmittelverpackung zu verarbeiten.

Dank dieser Materialvorbehandlung können die beiden südamerikanischen Folienherstellern ihre Extrusionslinien zudem mit einer höheren Durchsatzleistung fahren. Somit vereint das IR-Clean durch die Verarbeitung von Recyclingware ökologische Vorteile mit ökonomischen dank der Leistungssteigerung der Folienextrusionsanlagen, so Kreyenborg.

gk

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