Mit dem modular aufgebauten IR-Fresh von Kreyenborg lassen sich störende Gerüchen in Kunststoffen sicher und effizient reduzieren.
Foto: Kreyenborg
Mit dem modular aufgebauten IR-Fresh von Kreyenborg lassen sich störende Gerüchen in Kunststoffen sicher und effizient reduzieren.

K 2022

Geruchsminimierung in Granulaten und Mahlgütern

Kreyenborg präsentiert auf der K 2022 die neue Entwicklung IR-Fresh, mit der sich störende Gerüche in Kunststoffen sicher und effizient reduzieren lassen.

Mit seinen Lösungen zur Dekontamination von PCR-PET, Kristallisation, Trocknung und Erwärmung von Schüttgütern mittels Infrarottechnologie hat sich Kreyenborg eine nachhaltige Expertise auf hohem Niveau im Kunststoffrecycling erarbeitet. Die Weiterentwicklung dieser Technologie hat jetzt als neuestes Produkt den IR-Fresh hervorgebracht – ein modulares System zur sicheren und effizienten Reduzierung von störenden Gerüchen in Kunststoffen, das Kreyenborg auf der K 2022 erstmals vorstellen wird.

Kunststoff wird zuerst mit Infrarot erwärmt

Im ersten Prozessschritt erwärmt ein über dem Materialbett installiertes Infrarotstrahlermoduls das Material schnell und direkt auf das für den jeweiligen Kunststoff optimale Temperaturniveau. Dabei sorgt die ständige Rotation der Trommel für einen homogenen Massestrom mit definierter Verweilzeit (First-in-First-out-Prinzip). Durch die in den Wendeln integrierten Rotations- und Mischelemente wird das Material in der Trommel unter ständigem Oberflächenaustausch kontinuierlich durchmischt. Kombiniert mit einer kontrollierten Erwärmung sorgt dies für eine erhebliche Geruchsbeseitigung schon innerhalb einer sehr kurzen Verweilzeit.

Thermisch-physikalischer Reinigungsprozess als Ergänzung

Im zweiten Prozessschritt werden die verbleibenden Geruchsstoffe in Mahlgütern oder Granulaten durch einen thermisch-physikalischen Reinigungsprozess im IR-Fresh Conditioner beseitigt. Dieser speziell designte Behälter hält das zu dekontaminierende Material mit einem heißen Spülgas auf einem für den Dekontaminationsprozess idealen Temperaturbereich.

Test belegen erfolgreiche Geruchsreduzierung

Durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Parameter lassen sich hervorragende Desodorierungs- und Dekontaminationsergebnisse erzielen, so Kreyenborg. Dies belegen die Dekontaminationsleistungen an zwei unterschiedlichen Stoffströmen. So wurden HDPE Flakes, die aus Kraftstoffkanistern wiedergewonnen wurden, erfolgreich mit dem IR-Fresh behandelt. Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die Geruchsreduzierung von PCR-HDPE-Regranulaten, die aus dem Gelben Sack in Deutschland hergestellt wurden. Diese Regranulate sollen anschließend wieder für Flaschen eingesetzt werden. Hierzu ist es wichtig, den Eigengeruch des Regranulates zu minimieren.

Für Mahlgüter und Granulate geeignet

Aufgrund des modularen Aufbaus kann das IR-Fresh-Verfahren sowohl für Mahlgüter - entsprechend vor dem Extrusionsprozess - als auch für Granulate nach dem Extrusionsprozess zweistufig kontinuierlich eingesetzt werden. Ebenso ist es auch möglich, den IR-Fresh-Conditioner als alleinigen Verfahrensschritt in die Prozesskette zu integrieren, oder auch als Stand-alone-Lösung kontinuierlich als auch diskontinuierlich zu betreiben.

Das auf der K 2022 erstmals vorgestellte IR-Fresh eignet sich auch als Nachrüstlösung zur Integration in bestehenden Anlagen. Gemeinsam mit dem Kunden entwickelt Kreyenborg– gerne auch in Verbindung mit Technikumsversuchen – eine Lösung, die optimal auf den individuellen Prozess des Kunden zugeschnitten ist. gk