Freeformer kann jetzt auch PP verarbeiten

Der Freeformer kann jetzt auch PP verarbeiten - zum Beispiel zu solchen flüssigkeitsdichten Flaschenverschlüssen. Foto: K-ZEITUNG

Zur Formnext hat Arburg das Materialspektrum des Freeformer um Standard-Polypropylen erweitert. Neben belastbaren Funktionsbauteilen lassen sich damit auch flüssigkeitsdichte Becher oder Behälter aus PP additiv herstellen.

"Mit der Qualifizierung von Standard-PP und dem neuen Stützmaterial Armat 12 ist uns ein veritabler Fortschritt bei der Erweiterung des Materialspektrums für die industrielle additive Fertigung gelungen", betont Dr. Eberhard Duffner, Bereichsleiter Entwicklung und Kunststoff-Freiformen bei Arburg. "Der Trend in diesem Bereich ist ganz klar, echte Funktionsbauteile noch schneller und qualitativ hochwertiger herzustellen." Mit zahlreichen Funktionsteilen vermittelte Arburg auf der Formnext einen Überblick, was heute möglich ist.

Zudem hat auf der Formnext 2017 ein Freeformer aus PP (Braskem PP CP 393) und dem neuen Stützmaterial Armat 12, das später im Wasserbad aufgelöst wird, funktionsfähige Kabelklemmen live auf der Messe hergestellt. Die filigranen und dennoch belastbaren Strukturen verfügen über den spritzgießtypischen Klick-Effekt. Als Musterteile gezeigt wurden aber auch Verschlüsse und flüssigkeitsdichte Becher.

Ein großer Vorteil des Freeformers ist für Arburg, dass sich der Prozess an die Anforderungen anpassen lässt – und nicht umgekehrt. Neben amorphen Standardgranulaten wie ABS, PA und PC umfasst das Materialspektrum inzwischen viele weitere Werkstoffe. Dazu zählen auch elastisches TPE, der Hochtemperaturkunststoff PEI, medizinisches PLA, für die Luftfahrt zugelassenes PC und nun auch teilkristallines PP.

gk

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