Fakuma 2021: Kreislaufwirtschaft und digitaler Wandel

Die Vorbereitungen für die Fakuma 2021 als Präsenzmesse laufen. Zentrale Themen der Live-Messe in Friedrichshafen werden Kreislaufwirtschaft und digitaler Wandel sein. Foto: Schall

Gute Nachrichten zur Fakuma: Die Messe soll 2021 als Präsenzveranstaltung mit den zentralen Themen Kreislaufwirtschaft und digitaler Wandel stattfinden.

Als erste große Präsenzveranstaltung der Kunststoffbranche in Deutschland seit Ausbruch der Corona-Pandemie im letzten Jahr soll die 27. Fakuma – Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung – wie gewohnt die aktuellen Trends beleuchten, wobei in diesem Jahr neben dem digitalen Wandel auch der Wandel von der linearen zur Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt der Messe stehen. Der diesjährige Top-Event in Sachen Spritzgießen, Extrusionstechnik, Thermoformen und 3D-Printing findet vom 12. bis 16. Oktober 2021 wie gewohnt in Friedrichshafen statt.

Schall Messen als Veranstalter der Fakuma ist überzeugt: „Die deutschen Kunststoffverarbeiter stehen in der Pole Position, weil sie sich den Herausforderungen stellen, die sich aus dem Wandel auf unterschiedlichen Ebenen ergeben. Daher wird die Fakuma ein herausragendes Fachmesseereignis werden mit zukunftsweisenden Fragestellungen und nachhaltigen Lösungsansätzen.“

Digitaler Wandel sichert Zukunftsfähigkeit

Als Spiegel der Branche wird die Fakuma alle relevanten Trendthemen abdecken, so auch die digitale Transformation, die derzeit in vollem Gange ist. Mit der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung schaffen die Unternehmen optimierte Prozesse, höhere Anlagenverfügbarkeit, mehr Produktivität – und somit schließlich Zukunftsfähigkeit, so Schall.

Kreislaufwirtschaft alles andere als trivial

Auch der Wandel von der linearen in die Kreislaufwirtschaft ist eine Herausforderung, die alles andere als trivial ist: Kunststoffrecycling ist kein bloßes Schlagwort, sondern generiert weltweit Chancen und Märkte. Topthema der Kunststoffverarbeiter ist dabei einerseits die Recyclingfähigkeit der eigenen Produkte und andererseits der Einsatz von Rezyklaten. Hier sind Leistungsfähigkeit, Qualität und Hygieneanforderungen gleichermaßen zu erfüllen. Auch das wird Thema der Fakuma 2021 sein.

Zugleich kämpft die Branche an vielen Stellen mit einer einseitig negativen Wahrnehmung. Julia Große-Wilde, seit Anfang des Jahres Geschäftsführerin des Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) stellt klar: „Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, können wir auf Kunststoffe nicht verzichten – sondern benötigen sie dafür.“

Kunststoffe haben ökologische Vorteile

Hauptursache des negativen Images sind die weltweiten Einträge von Abfällen in die Umwelt. Der GKV als Stimme der Industrie und Vermittler geht deshalb verstärkt in den Dialog und in die Aufklärung. Denn fest steht auch, dass Kunststoffe ökologische Vorteile haben, so Julia Große-Wilde.

„Die Unternehmen haben selbst ein ureigenes Interesse daran, ihre Produkte zukunftsfähig zu gestalten. Möglichst wenige Produktionsabfälle oder aber deren Recycling sind nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvolle Zielsetzungen. Hinzu kommt ein verstärktes Mitdenken des Lebensendes bereits bei der Gestaltung eines Produktes“, so die GKV-Geschäftsführerin.

Verpackungen machen nachhaltigen Konsum möglich

Sie stellt fest, dass die Schutzfunktion von Verpackungen nur selten wahrgenommen oder gar geschätzt würden. „Dabei tragen Verpackungen viel dazu bei, unseren Konsum nachhaltiger zu gestalten. Wenn verdorbene Lebensmittel in der Tonne statt auf dem Teller landen, ist das klimaschädlicher als die Produktion der Verpackung. Tatsächlich müssen wir aber durch Design for Recycling konsequentes Sammeln und Sortieren und die ständige Weiterentwicklung sowohl beim Recycling als auch beim Einsatz von Rezyklaten dafür sorgen, dass sich Kunststoffe stärker in Stoffströmen bewegen. Das ist die große Herausforderung für unsere Industrie und auch unsere Gesellschaft.“

Nicht wegzudenken sind moderne Kunststoffen auch im Leichtbau, mit dem Ressourceneinsparungen auf unterschiedlichen Ebenen einhergehen – sowohl in der Automobilindustrie als auch im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau.

Fakuma 2021: Plattform der industriellen Kunststoffverarbeitung

Für alle diese Themen ist die Fakuma 2021 vom 12. bis 16. Oktober 2021 einmal mehr die Plattform für alles und jeden mit Rang und Namen in der industriellen Kunststoffverarbeitung, so Schall.

Denn hier werden sowohl neue Produkte und Technologien präsentiert als auch Trendthemen diskutiert. Traditionell ist die Fakuma als Branchen- und Technologiebarometer eine weltweit anerkannte Fachveranstaltung zum Thema Spritzgießen und wichtiger Anlaufpunkt, wenn es um Neuheiten rund um Material, Maschine, Peripherie, Prozesse und Simulation geht.

gk

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