Acrylsäure sicher lagern und transportieren

Solvay führt einen neuen Polymerisationsinhibitor für erhöhte Sicherheit bei Transport und Lagerung von Acrylsäure ein. Foto: Solvay

Solvay führt einen neuen Polymerisationsinhibitor für die erhöhte Sicherheit bei Transport und Lagerung von Acrylsäure ein.

Ein neuer Shortstop-Inhibitor auf Basis von Phenothiazin (PTZ) verhindert eine unkontrollierte Polymerisation bei der Lagerung und dem Transport von Acrylsäure. Phenothiazine LVT 2330 heißt der neue Polymerisationsinhibitor: Er wird mit dem nicht-toxischen Lösemittel Rhodiasolv Polarclean HSP1 formuliert, auch einem Produkt aus dem Hause Solvay.

Shortstop-Inhibitor mit nicht-toxischem Lösemittel

„Unser neues Phenothiazine LVT 2330 ist eine Flüssigkeit mit 30 % PTZ-Aktivstoffgehalt gelöst in Rhodiasolv Polarclean HSP1“, erläutert Dave Vanzin, Technical Service & Development Manager bei Solvay. „Das Lösemittel ist eine nicht-toxische Alternative zu N-Methyl-2-Pyrrolidon (NMP). NMP wird in den USA und der EU vielfach als Lösemittel für Polymerisationsinhibitoren eingesetzt. Es gilt jedoch gemäß REACH-Verordnung als ein besonders besorgniserregender Stoff.“

Mehr Sicherheit bei Lagerung und Transport

Der Polymerisationsinhibitor von Solvay erhöht die Handhabungssicherheit gegenüber NMP-haltigen Lösungen. Zudem besitzt er einen niedrigeren Gefrierpunkt, was vorteilhaft für die Lagerung und den Transport bei niedrigen Temperaturen ist. Die hohe PTZ-Konzentration in Phenothiazine LVT 2330 gestattet zudem den effizienten und wirtschaftlichen Einsatz und die Lagerung des Inhibitors sowohl in großen als auch in kleinen Anlagen.

Unkontrollierte Polymerisation bei Acrysäure

Bei einer unkontrollierten Polymerisation entsteht Hitze. Diese kann einen Brand, eine Explosion oder Risse in geschlossenen Behältern zur Folge haben. Die unerwünschte Polymerisation von Acrylsäure kann mit Verwendung des Polymerisationsinhibitors Phenothiazin (PTZ) weitgehend verhindert werden.

„Wir sehen ein großes Marktpotenzial für den Polymerisationsinhibitor mit seinem nicht-toxischen und nicht-flüchtigen Lösemittel. Vor allem im nordamerikanischen und europäischen Markt für Acrylsäure, wo die Toxizität von Chemikalien der Branche und den Behörden zunehmend Sorge bereitet“, sagt Lars Fischer, Worldwide Technical Market Manager bei Solvay. „Das größte Marktpotenzial bietet jedoch Asien, wo diese Inhibitoren bisher noch nicht Standard sind und erst seit kurzem eingeführt werden, um das Unfallrisiko zu reduzieren.“

Inhibitoren, auch Verzögerer oder Stabilisatoren genannt, sind Substanzen, die in der Kunststoffindustrie die Kettenpolymerisation von Monomeren verzögern oder gar verhindern.

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