3D-Druck mit Silikon wird deutlich verbessert

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Der erste 3D-Drucker für Silikonelastomere, mit dem Wacker auf der K 2016 für Furore gesorgt hatte, wurde inzwischen konsequent weiter entwickelt.

So punktet der auf der K 2019 präsentierte neue Aceo Imagine Series K2-Drucker laut Wacker mit zahlreichen technischen Verbesserungen sowie einer neuen Software, die eine noch präzisere und extrem maßgenaue Fertigung dreidimensionaler Objekte ermöglicht.

Wie Wacker erklärt, ist das Unternehmen inzwischen mit seinem neuen Geschäftsfeld der weltweit führende Dienstleister für den 3D-Druck mit Silikon. Unter dem Namen Aceo fertigt das Unternehmen echte 3D-Drucke aus Silikonkautschuk für unterschiedlichste Anwendungen und Einsatzbereiche. Entwickler, Prototypenbauer, Wissenschaftler und zahlreiche Kunden aus der Luft- und Raumfahrt, der Eisenbahn- und Automobilindustrie und der Medizintechnik nutzen mittlerweile die Dienstleistungen von Aceo.

Die neueste Druckergeneration kann bis zu vier verschiedene Silikone gleichzeitig drucken und so zum Beispiel krankhafte Veränderungen von Organen realitätsnah abbilden wie bei diesem 3D-Silikonmodell einer tumorbefallenen menschlichen Leber. Foto: Wacker

Bis zu vier verschiedene Silikone gleichzeitig verarbeiten

Der neue Aceo Imagine Series K2 – für Wacker der „neueste Geniestreich in Sachen 3D-Druck mit Silikon“, dessen faszinierenden Möglichkeiten die Besucher der K 2019 am Wacker-Stand live erleben können – kann dank mehrerer Druckdüsen bis zu vier verschiedene Silikone gleichzeitig verarbeiten. Dadurch lassen sich ganz neue Designs realisieren. Beispielsweise ist es jetzt möglich, 3D-Objekte in verschiedenen Farben oder in unterschiedlichen Härtegraden auszudrucken. Von der neuen Technologie profitieren auch Objekte, die innen hohl sind und deshalb mit Stützmaterial gedruckt werden müssen. In solchen Fällen stehen bis zu drei verschiedene Material- bzw. Farbvarianten zur Auswahl.

Solche Mehrmaterialdrucke werden zum Beispiel im Gesundheitswesen immer öfter eingesetzt. Mittels bildgebender Verfahren erfasste Tumore oder Gefäßerkrankungen können jetzt farblich hervorgehoben und in verschiedenen Härtegraden realitätsnah nachgebildet werden. Dadurch können sich Chirurgen gezielt auf die Operation vorbereiten und mögliche Komplikationen besser einschätzen.

Durch In-Line-Kontrolle und -Korrektur extrem präzise

Ein weiteres Highlight der neuen Druckergeneration ist die Auto-Control-Funktion. Das Gerät misst die bei jedem Druckgang aufgetragene Silikonschicht und vergleicht diese anschließend mit dem Soll-Wert des CAD-Modells. Stellt das Programm Abweichungen fest, werden diese beim nächsten Schichtauftrag automatisch korrigiert. Da für diesen Soll-Ist-Abgleich kein virtuelles Modell verwendet wird, sondern das tatsächliche Druckergebnis, ist diese Form der In-line-Kontrolle und -Korrektur einer Überprüfung mittels „digitalem Zwilling“ deutlich überlegen.

Die neue Druckergeneration produziert auf diese Weise extrem präzise und detailgetreue 3D-Drucke, die sich auch für anspruchsvolle industrielle Anwendungen eignen. Die Auto-Control-Technologie von Aceo setzt deshalb – so Wacker – neue Maßstäbe bei der additiven Verarbeitung viskoser Materialien wie beispielsweise Silikon.

Aceo hat zudem die Mechanik und Steuersoftware des Druckprozesses weiterentwickelt und dabei deutlich verbessert. Die Neuerungen erleichtern die Herstellung von Gitterstrukturen und anderen komplexen Designs. Auch die Produktion von Kleinserien ist jetzt problemlos möglich.

gk

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