„Werkzeugbau des Jahres 2019“ an Gewinner verliehen

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Die Gewinner des „Excellence in Production“-Wettbewerbs stehen fest – Fritz Stepper entschied das Rennen um den Titel „Werkzeugbau des Jahres“ für sich .

Bei einer feierlichen Abendveranstaltung am 13. November 2019 wurden die Gewinner des Wettbewerbs „Excellence in Production“ ausgezeichnet, dabei setzte sich die Fritz Stepper GmbH & Co. KG gegen 342 Werkzeug- und Formenbauer durch und trägt damit den Titel „Werkzeugbau des Jahres 2019“.

Einige der Finalisten im Branchenwettbewerb »Excellence in Production« nehmen schon seit vielen Jahren teil und nutzen ihre Ergebnisse, um sich stetig weiter zu verbessern. In diesem Jahr jedoch betrat ein neues Unternehmen die Bühne und belegte mit exzellenten Werten im Unternehmensvergleich prompt den ersten Platz: Fritz Stepper überzeugte mit bei der erstmaligen Teilnahme die Wettbewerbsjury.

Bei der Preisverleihung am 13. November 2019 im Krönungssaal des historischen Aachener Rathauses nahm Michael Stepper, Geschäftsführer und Inhaber von Fritz Stepper, vor rund 300 Gästen den begehrten Preis stellvertretend für die Mitarbeiter des Unternehmens entgegen. Die Laudatio hielt Dr. Sven Holsten, Werkzeugbauleiter des Vorjahressiegers Phoenix Contact.

Klare Fokussierung und neue Lösungen zeichnen „Werkzeugbau des Jahres“ aus

Die Fritz Stepper GmbH & Co. KG ist Gesamtsieger des Wettbewerbs „Excellence in Production“ und damit „Werkzeugbau des Jahres 2019“ (v.l.n.r.): Raimund Ochs, Michael Stepper, Bernd Rexroth (Fritz Stepper GmbH & Co. KG), Sven Holsten (Phoenix Contact GmbH & Co. KG). Foto: Michael Strauch

Ausschlaggebend bei Fritz Stepper war für die Jury die klare Fokussierung auf hochpräzise Folgeverbundwerkzeuge für Elektronikkomponenten und die stetige Entwicklung  neuer Lösungen, die dem Unternehmen als Differenzierungsmerkmal für die Technologieführerschaft dienen. Der Einsatz qualitativ besonders hochwertiger Maschinen mit geringem Durchschnittsalter und der hohe Automatisierungsgrad in der Fertigung fielen ebenso positiv ins Gewicht. Fritz Stepper erhielt außerdem herausragende Bewertungen hinsichtlich Mehrmaschinenbedienung, Rüst- und Programmierzeiten sowie Maschinenauslastung. Nicht zuletzt lobte die Jury die Entwicklung intelligenter Werkzeuge mit integrierter Sensorik zur Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Daten aus dem Produktionsprozess sowie den Einsatz entsprechender Aktorik.

Neben dem Gesamtsieg gewann Fritz Stepper auch die Auszeichnung in der Kategorie „Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter“. Als weitere Finalisten dieser Kategorie zeichnete die Jury außerdem die Fischer GmbH aus Geringswalde in Sachsen und die Color Metal GmbH aus Heitersheim bei Freiburg im Breisgau mit einer Urkunde aus.

„Excellence in Production“ – die Gewinner

Hilti spielt Kernkompetenzen aus

Der Sieg in der Kategorie „Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter“ geht in diesem Jahr an die Hilti AG aus Schaan in Liechtenstein. Zu den besonderen Stärken des internen Werkzeugbaus bei Hilti zählte die Jury die gute Fokussierung auf die Kernkompetenzen und die klare Positionierung als Kompetenzzentrum für die Massivumformung, das Produktentwicklung und Serienproduktion weltweit unterstützt. Zur Bewältigung kapazitiver Engpässe setze der Hilti-Werkzeugbau auf die systematische Fremdvergabe einzelner Werkzeugkomponenten im Rahmen eines definierten Make-or-Buy-Prozesses.

Ein besonderer Pluspunkt sei außerdem die hohe Bekanntheit der Vision und Strategie in der Belegschaft und die Unterstützung des Informationsflusses durch eine durchgängige Installation von Shopfloorboards mit Kennzahlen, Zielen und allgemeinen Mitarbeiterinformationen.

Als weitere Teilnehmer haben es die Ensinger GmbH am Standort Cham in der Oberpfalz sowie die Schürholz GmbH & Co. KG Stanztechnik aus Plettenberg im Sauerland bis ins Finale geschafft.

ZF Friedrichshafen überzeugt mit Industrie 4.0

Bester „Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter“ wurde die ZF Friedrichshafen AG, Standort Schweinfurt. Sie überzeugte die Jury durch eine Vielzahl an Industrie-4.0-Lösungen, wie die automatisierte Erstellung von Arbeitsplänen auf Basis einer algorithmisch gestützten Analyse von CAD-Daten und ihren Ansatz zur ganzheitlichen Umsetzung der getakteten Einzelteilfertigung. Der sehr hohe Automatisierungsgrad und die technologieübergreifende Verkettung von Maschinen mit individuellen Eigenentwicklungen führten dabei zu herausragenden Ergebnissen.

Das Unternehmen habe bereits verschiedene Lösungen der Industrie 4.0 konkret umgesetzt, um die interne Wertschöpfung weiter zu verbessern. Dem Werkzeugbau sei es damit auf hervorragende Weise gelungen, sich als konzernweites Technologiecenter für die Industrie 4.0 zu positionieren, so das Urteil der Jury.

Weitere Finalisten in dieser Kategorie waren die Kirchhoff Automotive Deutschland GmbH aus Attendorn im Sauerland, die Hirschvogel Umformtechnik GmbH aus Denklingen in Oberbayern und die Dräxlmaier Group aus dem niederbayerischen Vilsbiburg.

W. Faßnacht Werkzeug- und Formenbau mit klarem Fokus auf Spritzgießwerkzeuge

Gewinner in der Kategorie „Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter“ ist W. Faßnacht Werkzeug- und Formenbau aus Bobingen bei Augsburg. Die Jury besonders den klaren Fokus des Unternehmens auf die Herstellung komplexer Spritzgießwerkzeuge. Diese kommen in unterschiedlichen Branchen zum Einsatz. Das breite Kundenspektrum stellt sicher, dass Abhängigkeiten von einzelnen wenigen Kunden und Branchen langfristig vermieden werden.

Auch W. Faßnacht verfügt über einen hohen Automatisierungsgrad durch eine technologieübergreifende Verkettung und profitiert damit bei allen Fertigungstechnologien von kurzen Programmier- und Rüstzeiten. Das Unternehmen lebe eine  familiäre Arbeitsatmosphäre mit hoher Eigenverantwortung der Mitarbeiter und falle durch eine sehr hohe Anzahl an Schulungstagen sowie die konsequente Nutzung industrieller Standards besonders positiv auf, stellte die Jury in ihrer Bewertung fest.

Als weiterer Finalist in der Kategorie „Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter“ wurde die Opus Formenbau GmbH & Co. KG aus Schönau im Odenwald ausgezeichnet.

Sie alle wurden ausgezeichnet: Die Sieger und Finalisten im Wettbewerb „Excellence in Production“. Foto: Michael Strauch

342 Werkzeug- und Formenbau-Betriebe hatten sich beworben

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen ermittelten gemeinsam mit einer fachkundigen Jury die besten Werkzeug- und Formenbaubetriebe in vier Kategorien auf der Grundlage eines ausführlichen Vergleichs und besuchten diese vor Ort: Die zehn Juroren aus Industrie, Politik, Verbänden und Wissenschaft bestimmten anschließend die zwölf Finalisten, die Kategoriesieger sowie den Gesamtsieger. Insgesamt hatten sich 342 Werkzeug- und Formenbau-Betriebe am Wettbewerb beteiligt, 303 von ihnen hatten den Fragebogen vollständig ausgefüllt, 50 von ihnen kamen in die engere Auswahl. Der Wettbewerb „Excellence in Production“ fand in diesem Jahr bereits zum 16. Mal statt. Am Tag nach der Preisverleihung stellten ausgewählte Unternehmen ihre Erfolgsstrategien auf dem 19. Internationalen Kolloquium „Werkzeugbau mit Zukunft“ im Aachener Quellenhof vor.

Jetzt schon „Werkzeugbau des Jahres 2020“ bewerben

Auch im kommenden Jahr werden sich die besten Werkzugbau- und Formenbaubetriebe wieder untereinander messen. Interessenten können sich schon jetzt unter www.excellence-in-production.de detailliert über den Wettbewerb informieren und sich registrieren. Alle Teilnehmer des Wettbewerbs erhalten eine individuelle Auswertung über Ihre Stärken und Verbesserungspotenziale.

kus

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