Über 50 Prozent Rezyklat in Schrumpffolien

APK erreicht bei Tests auch mit mehr als 50 Prozent Newcycling LDPE-Rezyklat in Schrumpffolien beste Schrumpfeigenschaften und gleichbleibende Foliendicke.

Die APK AG aus Merseburg hat im Rahmen mehrerer Projekte, die im Laufe dieses Jahres durchgeführt wurden, die Leistung seiner Newcycling-LDPE-Rezyklate in Schrumpffolien getestet und dabei nachgewiesen, dass die Rezyklate in der Lage waren, die Schlüsselfunktionalität der Schrumpfung zu erfüllen: Die Foliendicke konnte konstant gehalten werden und die Folienrezeptur für die Anwendung sowie die Extrusionsparameter blieben ähnlich denen für neue Kunststoffe.

Herstellung von Schrumpffolien sehr anspruchsvoll

Eine Schrumpffolie ist eine anspruchsvolle Verpackungsanwendung – für neue Kunststoffe und erst recht für recycelte Materialien. Eine spezifische Zähigkeit, Haltekraft und Schrumpfleistung sind notwendig, damit die Folie das Packgut zuverlässig schützt sowie Stabilität während Lagerung und Transport garantieren kann. Prozessparameter sollten konstant sein, wenn von neuem zu recyceltem Kunststoff gewechselt wird. Darüber hinaus kann die Folie eine Sekundärverpackung sein, die mehrere Produkte zusammenhält. Damit liefert sie dem Verbraucher den ersten Eindruck und die erste Information zum Produkt. Daher sollte auch die Optik von ausreichender Qualität sein.

"Unsere LDPE-Rezyklate eignen sich für eine Vielzahl von Endprodukten. Ihr Einsatz in Schrumpffolien stellt eine Chance für die Getränkeindustrie dar, Sekundärrohstoffen in Getränkeverpackungen zu fördern", erläutert Klaus Wohnig, Vorstandsvorsitzender der APK AG, einen der möglichen Zielmärkte für das Produkt.

Sehr gute Ergebnisse mit Rezyklatanteilen zwischen 30 und 55 Prozent

Die Projekte konzentrierten sich auf mehrschichtige Schrumpffolien. Neue Kunststoffe wurden mit einer ambitionierten Rate von 30 % bis 100 % durch Rezyklate ersetzt. Die 30 % bis 55 % Szenarien erzeugten dabei sehr gute Ergebnisse. Die Schrumpffolien waren nahezu identisch zu Folien aus Neuware. Die Verwendung einer solchen Menge an Sekundärrohstoffen anstelle von neuen Kunststoffen kann eine entscheidende Emissionsreduktion ermöglichen, so APK. Denn Newcycling-LDPE-Rezyklate reduzieren Emissionen gegenüber Neuwaren-LDPE um nahezu 50 %.

Der lösemittelbasierte Recyclingprozess von APK, die Newcycling-Technologie, kann verschiedene Polymere in mehrschichtigen Kunststoffverpackungen trennen und wandelt das Zielpolymer in Regranulate mit neuwarenähnlichen Eigenschaften um. Wie APK betont, ist lösemittelbasiertes Recycling eine fortschrittliche physikalische Technologie. Aufbauend auf einem mechanischen Vorbehandlungsschritt fügt sie einen lösemittelbasierten Prozessschritt hinzu, in dem das Zielpolymer abgetrennt wird und Verunreinigungen, wie zum Beispiel verschiedene Additive oder organischen Rückstände, entfernt werden. Das bei den Schrumpffolientests verwendete recycelte LDPE wird unter der Marke Mersalen von APK vermarktet und wird aus komplexen PE/PA- Mehrschichtfolienabfällen gewonnen.

Da Newcycling ein physikalischer Prozess ist, der die molekularen Ketten des Polymers nicht beeinflusst, ist eine kosten- und energieintensive Repolymerisation nicht erforderlich. Die Technologie ist daher neben und komplementär zu gängigen mechanischen und innovativen chemischen Prozessen wie der Solvolyse zu betrachten, so APK.

gk