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Veranstaltungen

Stuttgarter Kunststoffkolloquium erstmals zweigeteilt

Das traditionelle Stuttgarter Kunststoffkolloquium findet 2023 erstmals aufgeteilt in eine virtuelle und eine Präsenzveranstaltung statt.

Im Präsenzteil des 28. Stuttgarter Kunststoffkolloquiums beleuchten namhaften Vertreter aus Wissenschaft und Industrie in mehreren Plenarvorträgen und einer Podiumsdiskussion in der Universität Stuttgart das Leitthema „Klimaneutrales Europa 2050 – Aufgaben der Kunststoffbranche“.

Das Institut für Kunststofftechnik IKT der Universität Stuttgart lädt in diesem Jahr bereits zum 28. Mal zum Stuttgarter Kunststoffkolloquium ein, hat aber dennoch in diesem Jahr eine Premiere zu bieten. Denn das Kolloquium untergliedert sich erstmals in eine vorgeschaltete virtuelle Veranstaltung und in eine nachfolgende Präsenzveranstaltung, die sich inhaltlich unterscheiden.

Im virtuellen Teil der Veranstaltung werden Stuttgarter wissenschaftliche Mitarbeiter mit Hilfe einer Streamingplattform vom 28. Februar bis zum 2. März 2023 jeweils am Nachmittag in zwei Parallelsessions herausragende Forschungsergebnisse aus dem gesamten Bereich der Kunststofftechnik präsentieren. Diese virtuellen Präsentationen wurden beim letzten, rein virtuellen Stuttgarter Kunststoffkolloquium im Jahr 2021 sehr gut angenommen und werden deshalb in dieser Form fortgeführt.

Virtueller Teil und Präsenzveranstaltung erstmals zeitlich getrennt

In einer zeitlich getrennten Präsenzveranstaltung lädt dann das IKT am 09. und 10. März 2023 unter dem Leitthema „Klimaneutrales Europa 2050 – Aufgaben der Kunststoffbranche“ zu mehreren Plenarvorträgen und einer Podiumsdiskussion mit namhaften Vertretern aus Wissenschaft und Industrie in die Universität Stuttgart ein.

Hier wird zum Beispiel Dr. Alexander Kronimus, Leiter Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft bei Plastics Europe Deutschland e.V., interessante Antworten auf die Frage liefern, wie die Kunststoffbranche Klimaneutralität erreichen kann. Dr. Norbert Niessner, Global Innovation Director, Ineos Styrolution, wird anschließend über die CO2-Reduzierung durch Kunststoffrecycling referieren.

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Referenten beleuchten verschiedene Wege zur CO2-Neutralität

Prof. Dr.-Ing Christian Bonten, Leiter des IKT Stuttgart, wird die Teilnehmer darüber informieren, wie eine CO2-neutrale Kunststoffbranche durch Kunststoffe aus Biomasse möglich werden kann. Dass sich Kunststoffe sogar aus CO2 herstellen lassen, und wie dies funktioniert, ist Thema des Vortrags von Prof. Dr. Bernhard Rieger vom Wacker-Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie der Technischen Universität München.

Wie in den letzten Jahren wird auch 2023 der erste Tag des Stuttgarter Kunststoffkolloquiums mit einer Podiumsdiskussion mit den Referenten enden.

Der erste Tag endet mit der traditionellen Podiumsdiskussion mit den Referenten, die in diesem Jahr von Prof. Dr.-Ing. Peter Middendorf vom Institut für Flugzeugbau IFB der Universität Stuttgart moderiert wird.

Wie Autohersteller und Zulieferer den CO2-Ausstoß reduzieren

Der zweite Veranstaltungstag beginnt mit zwei Vorträgen über die aktuellen CO2-reduzierenden und Kunststoff-Recycling-Aktivitäten in der Automobilindustrie – einmal am Beispiel eines der führenden Automobilhersteller und einmal am Beispiel von Bosch als einem der weltweit größten Automobilzulieferer. Den Vortrag von Bosch hält Dr.-Ing. Gerrit Hülder aus der Bosch Forschung und Vorausentwicklung.

Mit welchen Rahmenbedingungen aus der Politik die Kunststoffbranche konfrontiert wird, erklärt Michael Carus, Geschäftsführer Nova-Institut GmbH, in seinem Vortrag „Welche Kohlenstoffquellen will die Politik für nachhaltige Kunststoffe 2050?“

Interessanter Vortragsblock zum Thema Recycling

Alle drei Vorträge im letzten Block der Veranstaltung widmen sich dem Thema Recycling. Den Auftakt macht Dipl.-Phys. Stefanie Bierwirth, DIN-Normenausschuss Kunststoffe (FNK), mit dem Thema „Recycling – Normung unterstützt die Circular Economy“. Anschließend wird Prof. Dr. Marc Kreutzbruck, der gemeinsam mit Prof. Bonten das IKT leitet, einen Einblick in die aktuellen Recycling-Forschungen am IKT geben. Im letzten Vortrag geht dann B.Sc. Marina Matta, Teamleiterin Verfahrenstechnik Recycling bei Coperion, auf die Herausforderungen beim mechanischen Recycling ein.

Für alle, die sich ein genaueres Bild von den Recycling-Aktivitäten von Coperion machen wollen, bieten das IKT und Coperion nach der Veranstaltung noch die Möglichkeit, das Coperion-Werk in Stuttgart-Feuerbach zu besichtigen.

IKT-Forschungsergebnisse im virtuellen Teil des Kolloquiums

In den drei Nachmittagen des virtuellen Teils des Stuttgarter Kunststoffkolloquiums präsentieren wissenschaftliche Mitarbeiter der Stuttgarter Institute IKT, IFM, IMWF, ITFT und IKFF vom 28. Februar bis zum 2. März 2023 in insgesamt 44 Vorträgen die Ergebnisse der neuesten Forschungen auf den Gebieten Werkstoffe und Verarbeitung sowie Additive Fertigung, Biokunststoffe, Faserverbundkunststoffe, Rheologie und Zerstörungsfreie Prüfung.

In den drei Nachmittagen des virtuellen Teils des Stuttgarter Kunststoffkolloquiums präsentieren wissenschaftliche Mitarbeiter der Stuttgarter Institute IKT, IFM, IMWF, ITFT und IKFF vom 28. Februar bis zum 2. März 2023 in insgesamt 44 Vorträgen die Ergebnisse der neuesten Forschungen auf den Gebieten Werkstoffe und Verarbeitung sowie Additive Fertigung, Biokunststoffe, Faserverbundkunststoffe, Rheologie und Zerstörungsfreie Prüfung. Wie Prof. Christian Bonten betont, bewegen sich die jungen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen dabei an der vordersten Front der Technologie und werden zahlreiche Ergebnisse präsentieren, die großes Potenzial für die Kunststofftechnik der Zukunft haben. Alle Themen und Termine der virtuellen Veranstaltung hat das IKT übersichtlich zusammengefasst und zum Download zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für das Programm der Präsenzveranstaltung.

Viele interessante Informationen über das letzte, 27. Stuttgarter Kunststoffkolloquium, das 2021 aufgrund der Corona-Pandemie rein digital stattgefunden hat, dabei aber auch einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen konnte, finden Sie in diesem Beitrag der K-ZEITUNG

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