Mehr Materialien für vollautomatische Additive Fertigung

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Evonik und NXT Factory bauen ihre Zusammenarbeit aus und wollen gemeinsam die vollautomatische und unüberwachte Additive Fertigung voranbringen.

Das Spezialchemieunternehmen Evonik und das amerikanische Start-up für 3D-Druck-Technologien NXT Factory mit Sitz im kalifornischen Ventura verstärken ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der Additiven Fertigung. In deren Rahmen wird Evonik sein ready-to-use Konzept zur Materialentwicklung für die innovative QLS-Technologie von NXT Factory einsetzen, damit diese mit einem entsprechenden Materialportfolio am Markt etabliert werden kann.

NXT Factory hat mit QLS 350 eine pulverbasierte 3D-Druck-Technologie entwickelt, die auf eine patentierte Laserlichtquelle setzt. Diese Technologie ist für eine vollautomatische und unüberwachte Fertigung rund um die Uhr ausgelegt. Wie NXT Factory erklärt, lässt sich mit QLS 350 das Potenzial von „Industrie 4.0“ völlig ausnutzen, indem sie die Additive Fertigung vom Prototyping bis hin zu einer kleinen und mittleren Serienproduktion transferiert.

Fahrerlose Transportsysteme erhöhen Produktivität der Additiven Fertigung

Durch den Einsatz fahrerloser Transportsysteme kann das Pulverbett außerhalb der Maschine abkühlen und autonom zur Pulverentfernungsstation gebracht werden. Foto: NXT Factory

Eine Besonderheit des Druckers ist der Einsatz fahrerloser Transportsysteme (FTS), durch die das Pulverbett außerhalb der Maschine abgekühlt und autonom zur Pulverentfernungsstation gebracht werden kann, was die Produktivität erheblich verbessert. QLS 350 wurde zudem für die Verarbeitung von Hochtemperaturwerkstoffen wie zum Beispiel Polyamid 613 (PA 613) von Evonik entwickelt.

„Wir haben unsere gesamte Erfahrung im Bereich Maschinenbau in die Entwicklung der neuen QLS Technologie einfließen lassen, damit diese zu einer neuen Kategorie in der industriellen Fertigung werden kann“, sagt Kuba Graczyk, CEO von NXT Factory. „Wir freuen uns sehr, unsere Technologie mit der tiefgreifenden Materialexpertise von Evonik nun gemeinsam voranzutreiben.“

Additive Fertigung näher in in Richtung Serienfertigung bringen

„Die neuartige Technologie von NXT Factory eröffnet uns weitere Möglichkeiten für unsere Polymerformulierungen und passt hervorragend in unser ready-to-use Konzept zur strategischen Materialentwicklung. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Kunden und Partnern neue Materialsysteme anzubieten, um den Markt für 3D-Druck-Materialien weiterhin zu diversifizieren und so näher in Richtung Serienfertigung zu bringen“, sagt Thomas Große-Puppendahl, Leiter des Innovationswachstumsfeldes Additive Manufacturing von Evonik.

Evonik bündelt seine Kompetenzen im Bereich 3D-Druck im Innovationswachstumsfeld Additive Manufacturing. Der strategische Fokus liegt dabei auf der Entwicklung und Herstellung von ready-to-use Hochleistungsmaterialien entlang der wesentlichen Technologiestränge. Das Spezialchemieunternehmen plant die Vorstellung des Hochtemperatur-Polymerpulvers PA 613 auf der QLS 350-Plattform von NXT Factory im ersten Quartal 2020.

Im boomenden Markt für 3D-Druck ist Evonik nach eigener Aussage weltweit führend in der Herstellung von Polyamid 12-Pulvern (PA 12), die bereits seit über 20 Jahren in additiven Fertigungstechnologien zum Einsatz kommen. Neben dem PEEK-Filament und den PA 12-Pulvern gehören auch flexible PEBA-Pulver und Copolyester sowie eine ganze Reihe von Additiven wie Dispergiermittel, Fließverbesserer oder reaktive Modifikatoren zum Produktportfolio.

gk

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