Klimastrategie: Ensinger reduziert Treibhausgase

Ensinger Spritzgießwerk in Rottenburg-Ergenzingen: Um die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, soll der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Ebenso werden immer mehr Materialien in einen Stoffkreislauf integriert. Foto: Ensinger

Ensinger stellt seine Klimastrategie vor. Um die Emissionen von Treibhausgase zu reduzieren, setzt man auf erneuerbare Energie und Materialkreisläufe.

Der Kunststoffverarbeiter Ensinger will im Rahmen seiner Klimastrategie den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduzieren – und zwar gemäß den Anforderungen der Pariser Klimaziele.

Bestandsaufnahme der Treibhausgas-Emissionen

Die nun verabschiedete Klimastrategie sieht vor, zuerst eine umfassende Bestandsaufnahme der weltweiten, von Ensinger verursachten Emissionen von Treibhausgasen (THG) durchzuführen. Auf dieser Basis wird Ensinger noch im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres Reduktionsziele beschließen.

Bilanzierung und Zielformulierung sollen nach internationalen Standards erfolgen. Beabsichtigt ist, die Reduktionsziele bei der Science-Based Target Initiative, einer unabhängigen Organisation zur zielgerichteten Steuerung der Aktivitäten, einzureichen und zu verabschieden.

Reduzierung mit grüner Energie und Materialkreisläufen

Die aus den Zielen abgeleiteten THG-Reduktionsmaßnahmen setzen vor allem beim Energiemanagement und bei den Materialressourcen an. So soll der Anteil an bezogenem und selbst erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien sukzessive ausgebaut werden. Ebenso werden immer mehr Materialien in einen Stoffkreislauf integriert.

Dr. Oliver Frey ist für die Weiterentwicklung der Klimastrategie der Ensinger Gruppe zuständig. Foto: Ensinger

Ensinger hat wichtige Vorarbeiten zu diesem Vorhaben bereits geleistet: Ein belastbares Energie- und Umweltmanagementsystem ist seit langem etabliert. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Climate Partner wurde eine CO2-Bilanz für zwei Jahre erstellt. Der Stromanteil aus erneuerbaren Quellen ist kontinuierlich ausgebaut worden, im Werk Cham wird bereits in diesem Geschäftsjahr der gesamte Strombedarf auf Ökostrom umgestellt. Ebenso konnte die Quote an eingesetztem und intern aufbereitetem Recyclingmaterial zuletzt deutlich gesteigert werden.

Weiterentwicklung der Klimastrategie

Als Mitglied der Geschäftsleitung ist Dr. Oliver Frey bei Ensinger für die Weiterentwicklung der Klimastrategie zuständig. „Wir sind guten Mutes, dass es uns in wenigen Jahren möglich sein wird, die direkt beeinflussbaren Emissionen des Unternehmens weltweit zu eliminieren. Es ist unser Ziel, klimaneutral zu wirtschaften, wenn möglich ohne Hinzunahme externer Kompensationsprojekte“, so Dr. Oliver Frey.

mg