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News 28. März 2024

KI und Automatisierung beschleunigen Additive Fertigung

Effiziente Softwareprozesse für die Additive Fertigung sind Hauptthema des Forums Software, KI & Design auf der 20. Rapid Tech 3D in Erfurt.

Trinckle wird auf der Rapid Tech 3D zeigen, wie sich durch Algorithmus gesteuertes Design Betriebsmittel wie Vorrichtungen in weniger als 15 Minuten konstruieren lassen.
Trinckle wird auf der Rapid Tech 3D zeigen, wie sich durch Algorithmus gesteuertes Design Betriebsmittel wie Vorrichtungen in weniger als 15 Minuten konstruieren lassen.

Software gilt als einer der zentralen Schlüssel für die Leistungsfähigkeit und Implementierung der Additiven Fertigung in der Industrie. Nachdem künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung dabei eine immer größere Rolle spielen, widmet die beliebte Kongressmesse Rapid Tech 3D diesem Thema sogar ein eigenes Forum, das unter dem Titel „Forum Software, KI & Design“ am 15. Mai 2024 stattfinden wird.

Im Mittelpunkt des Forums stehen Softwarelösungen für die Anwender Additiver Fertigung. „Wir betrachten dabei die gesamte Kette vom Design über die Fertigung bis hin zu rechtlichen Aspekten der Datennutzung. Es geht um effiziente Softwareprozesse, Datenmanagement und Datendurchgängigkeit zwischen den einzelnen Prozessschritten. Momentan ist noch viel manuelle Arbeit beim Erstellen und Handling von Daten zu leisten. KI und Automatisierung können hier helfen, schneller zum Ziel zu kommen“, sagt Martin Gasch.

Der Manager im Bereich Business Development von Siemens Digital Industries Software verantwortet die inhaltliche Ausrichtung des Forums. Seit November 2023 gehört er zum Fachbeirat der Rapid Tech 3D. Die Erfurter Fachveranstaltung Additive Fertigung kennt er aber schon lange als Teilnehmer. „Das fachliche Know-how und die hohe Qualität der Vorträge sind kennzeichnend für die Rapid Tech 3D. Das unterscheidet sie von anderen Veranstaltungen dieser Art. Deshalb bringe ich meine Kenntnisse und Erfahrungen gern hier ein.“

In wenigen Minuten zur individuellen Vorrichtung

Automatisierte Konstruktionslösungen sind ein Weg, um die manuelle und ressourcenintensive 3D-Modellierung in herkömmlicher CAD-Software zu umgehen. Dr. Damien Buchbinder, Produktmanager bei der Tinckle 3D GmbH, demonstriert, wie durch Algorithmus gesteuertes Design Betriebsmittel wie Vorrichtungen in weniger als 15 Minuten konstruiert werden können. Neben der Schnelligkeit bietet diese Innovation noch zwei weitere Vorteile: Sie demokratisiert die Konstruktion von Vorrichtungen, indem sie nicht nur CAD-Experten daran teilnehmen lässt, und gestaltet diese Tätigkeit zu einem skalierbaren und integrativen Prozess innerhalb von Unternehmen. Außerdem kann die Software nahtlos in die Produktionsumgebung integriert werden. AM ist damit sofort nutzbar für die Herstellung von Vorrichtungen.

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Simulationsgestützte Designoptimierung hat viele Vorteile

Die Vorteile einer simulationsgestützten Designoptimierung beleuchtet Sebastian Stahn, Leitender Anwendungsingenieur bei der Ansys Germany GmbH. Am Beispiel eines Umlenkhebels für einen Formula-Student-Rennwagen zeigt er auf, wie dessen Gewicht um 30 % reduziert werden kann, und gleichzeitig alle Anforderungen an Festigkeit und Leistung erfüllt werden. Hochentwickelte Simulationssoftware trägt wesentlich dazu bei, schnell zu einem erfolgreichen Erstdruck zu kommen.

Mit KI zu fehlerfreien 3D-Druckdaten

Mit Amaize hat das Berliner Start-up 1000 Kelvin GmbH seine erste KI-Software entwickelt. Dr. Katharina Eissing, Mitgründerin und CTO, stellt diese Vorhersage- und Optimierungsplattform in Erfurt vor. Die nahtlos in Maschinensysteme integrierbare Software analysiert Scanstrategien, kann Druckprobleme vorhersagen und korrigieren. Sie erstellt fehlerfreie, sofort einsetzbare 3D-Druckdateien für komplexe Teile. Zeitaufwendige Trial-and-Error-Schleifen werden damit überflüssig.

Rechtliche Aspekte von Daten und KI

Welche rechtlichen Aspekte generell in der additiven Kette zu beachten sind, darüber spricht Marco Müller-ter Jung von der Grant Thornton Rechtsanwaltsgesellschaft in seinem Vortrag „Wertschöpfung mittels Daten und KI – der Rechtsrahmen“. Insbesondere wird er auf die Anforderungen eingehen, die sich aus den aktuellen europäischen Regulierungen zu Daten und KI ergeben.

Rapid Tech 3D mit acht Industrie- und Wissenschaftsforen

Neben dem Fachforum Software, KI & Design geben weitere Foren des Rapid Tech 3D-Fachkongresses Einblicke in neueste Entwicklungen und Anwendungen der Additiven Ferigung. Am ersten Veranstaltungstag (14. Mai 2024) lädt erstmals das von der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing organisierte Format AM4industry ein, außerdem findet das etablierte Forum Aerospace statt.

An diesem Tag startet auch das Forum AM Wissenschaft, das am zweiten Tag (15. Mai 2024) fortgesetzt wird. Am zweiten Tag laden darüber hinaus das Forum Chemie- und Verfahrenstechnik – präsentiert von Dechema und das Forum Innovationen in AM (Additive Manufacturing) ein. Dieses Forum wird ebenfalls am Folgetag (16. Mai 2024) fortgesetzt. An diesem Abschlusstag finden außerdem die Foren Mobilität und AM Wissenschaft by Fraunhofer statt.

Die Rapid Tech 3D hat sich in zwei Jahrzehnten zu einer führenden Fachveranstaltung für Additive Fertigung in Mitteleuropa entwickelt – mit dem Fachkongress als Herzstück. In diesem Jahr findet die Veranstaltung vom 14. bis 16. Mai wie immer in der Messe Erfurt statt. gk

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