Das neue, riesige Werk von Haitian im südchinesischen Shunde schafft zusätzliche Fertigungskapazitäten.
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Das neue, riesige Werk von Haitian im südchinesischen Shunde schafft zusätzliche Fertigungskapazitäten.

Unternehmen

Haitian baut dezentrale Fertigung weiter aus

Haitian setzt für hohe Verfügbarkeit und Liefertreue auf eine „6 + 2 Strategie“ mit einer dezentralen Fertigungsplattform.

Haitian stellte auf der K 2022 in Düsseldorf nicht nur verschiedene Neuheiten vor, sondern gab auch einen Einblick in die aktuelle Entwicklung des Konzerns. So hat der weltweit führende Hersteller von Spritzgießmaschinen im außergewöhnlich gut gelaufenen Geschäftsjahr 2021 mit 6.600 Mitarbeitern einen Rekordumsatz von rund 2,5 Mrd. USD erwirtschaftet und etwa 56.000 Maschinen produziert, von denen erstmals mehr als 10.000 exportiert wurden.

„6 + 2 Strategie“ gegen Lieferkettenprobleme

Damit Schnelligkeit und Zuverlässigkeit als zentrale Werte der Konzernmarke Haitian International nicht unter aktuellen Problemen wie Staus in den Häfen oder gestörten Lieferketten leiden, setzt Haitian auf seine traditionell sehr hohe Fertigungstiefe und auf seine „6+2 Strategie“.

Heißt: Für effizente Kommunikation, kurze Lieferwege und hohe Verfügbarkeit betreibt Haitian in wichtigen Absatzmärkten sechs regionale Hauptquartiere, und zwar in Singapur, Japan, Indien, Deutschland, Türkei und Mexico, an denen Maschinen gebaut und/oder montiert werden. Dazu kommen zwei Headquarter in Ningbo, Ost-China und Shunde, Süd-China, wo im noch größeren Stil entwickelt, produziert und gefertigt wird.

Große Investitionen in die dezentrale Fertigung

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Im serbischen Ruma  hat Haitian ein 250.000 m
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Im serbischen Ruma  hat Haitian ein 250.000 m2 großes Grundstück erworben und will in der ersten Hälfte des Jahres 2023 mit den Bauarbeiten für das neue europäische Produktionswerk beginnen.

Das Herz dieser dezentral organisierten Manufacturing Power ist eine regionalisierte Fertigungsplattform, konzernübergreifend entwickelt unter der Dachmarke Haitian Machinery, die weiter ausgebaut wird. Massiv investiert wird derzeit vor allem in das Headquarter im südchinesischen Shunde und in ein neues Werk im serbischen Ruma. Hier hat Haitian ein 250.000 m2 großes Grundstück erworben und will in der ersten Hälfte des Jahres 2023 mit den Bauarbeiten beginnen.

Wichtiger denn je sind die regionalen Headquarters für Haitian auch, weil sich das Unternehmen vom Spritzgießmaschinenhersteller zum Anbieter von schlüsselfertigen Anlagen entwickeln will. Denn um maßgeschneiderte Lösungen schnell umsetzen zu können, sind kurze Kommunikationswege zum Kunden eine Grundvoraussetzung. gk