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Bourdon mit Georg-Menges-Preis ausgezeichnet

Dr. Karlheinz Bourdon hat den Georg-Menges-Preis für seine besonderen Verdienste im Transfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis erhalten.

Bei der Verleihung des Georg-Menges-Preises 2024 in Aachen: (von rechts) Professor Christian Hopmann, Dr. Karlheinz Bourdon und Dr. Herbert Müller, Vorstand der IKV Fördervereinigung.
Bei der Verleihung des Georg-Menges-Preises 2024 in Aachen: (von rechts) Professor Christian Hopmann, Dr. Karlheinz Bourdon und Dr. Herbert Müller, Vorstand der IKV Fördervereinigung.

Den Georg-Menges-Preis 2024 bekam Bourdon, Aufsichtsratsmitglied bei der Krauss Maffei Group, anlässlich des 32. Internationalen Kolloquiums Kunststofftechnik am IKV in Aachen. Professor Christian Hopmann, Leiter des IKV und Geschäftsführer der IKV-Fördervereinigung, überreichte den Preis der Tradition entsprechend am ersten Veranstaltungstag.

Bourdon ist der erste Georg-Menges-Preisträger, dessen berufliche Wurzeln am IKV liegen. Bereits während seines Maschinenbaustudiums in Aachen fand er als studentische Hilfskraft am IKV den Einstieg in das Thema Spritzgießmaschinen, das in der Folge sein gesamtes Berufsleben bestimmen sollte. Eine erste wichtige Station war die Promotion am IKV im Jahr 1989. Im Jahr darauf ging er als Leiter Systemtechnik zu Krauss Maffei, wo er erste technologische Meilensteine auf dem Gebiet der automatisierten Werkzeugwechsel und Roboterentnahmesysteme setzte. Nach seinem Wechsel zu Ferromatik Milacron, wo er zuletzt als President Global Plastics Machinery das weltweite Kunststoffgeschäft verantwortete, trieb er vor allem die Entwicklung vollelektrischer Spritzgießmaschinen voran.

Bourdon hat Übernahme durch Chemchina begleitet

2008 kehrte er als Geschäftsführer und CEO Spritzgießtechnik zu Krauss Maffei zurück und übernahm 2012 die Position des Vice President Technologies des Segments Spritzgießtechnik. Mit der Übernahme der Krauss Maffei Gruppe durch Chemchina im Jahr 2016 wurde er Senior Vice President Integration und verantwortlich für die Integration der bestehenden Maschinenbau-Unternehmen von Chemchina in die Kraussmaffei Gruppe. Inzwischen hat Bourdon in den Aufsichtsrat der KraussMaffei Group gewechselt und ist außerdem Mitglied des Beirats von Pöppelmann.

Bourdon engagierte sich während seiner Berufslaufbahn in zahlreichen Gremien, beim VDI, im VDMA Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen, in der European Plastics and Rubber Machinery Association (Euromap), im Arbeitgeberverband Südwestmetall, in der Forschung bei Fraunhofer und nicht zuletzt im IKV.

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Georg-Menges-Preis für „Veteran des Spritzgießmaschinenbaus“

Hopmann sagte in seiner Laudatio, Bourdon sei als „Veteran des Spritzgießmaschinenbaus“ bekannt, der sich seit mehr als 30 Jahren im Spritzgießmaschinenbau getreu dem Menges’schen Credo „Forschung für die Praxis“ in besonderer Weise für die Umsetzung neuer Erkenntnisse und Technologien in den Spritzgießmaschinenbau und den Spritzgießprozess einsetze, sagte. Als langjähriges Mitglied des Kuratoriums und Mitglied des Vorstands der IKV-Fördervereinigung sei es Bourdon immer ein Anliegen gewesen, dabei mitzuwirken, für die nachfolgenden Generationen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere zu schaffen. Die Bedeutung der hierzu notwendigen Ingredienzien – Technik-Kompetenz, Systemverständnis sowie Innovations- und Marktorientierung – liegt ihm am Herzen.

„Vor 45 Jahren startete also diese Kunststoffkarriere am IKV und heute zeichnen wir damit erstmals einen Alumnus aus“, so Hopmann. „Für die vielen Innovationen rund um die Spritzgießtechnik, aber auch darüber hinaus die profunden Nachweise für seine Erfolge bei der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in neue Produkte, für sein Engagement in der Forschung und den Transfer in der Fördervereinigung des IKV und die Unterstützung unserer Arbeit im IKV sagen wir ganz herzlichen Dank. Gleichzeitig gratuliere ich persönlich und im Namen der Preisstifter zu dieser besonderen Auszeichnung.“

Der Georg-Menges-Preis wird alle zwei Jahre vom Fachverband Gummi- und Kunststoffmaschinen im VDMA, Plastics Europe Deutschland sowie der Vereinigung zur Förderung des Instituts für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen verliehen. 2022 erhielt Ulrich Reifenhäuser den Preis. sk

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