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Anlage zur Erforschung von Kreislauflösungen gestartet

Erema hat dem IKK für seine Forschungen eine Intarema 906TE Regranulieranlage als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt, die von (v.l.) Dijan Iliew, Slawomir Baranowski, Christian Oetjen, alle IKK, und Martin Henzl, Erema, erfolgreich in Betrieb genommen wurde. Foto: IKK/Nuse Lack

Das IKK hat seine neue Recyclinganlage von Erema in Betrieb genommen und damit seine Forschungen zu neuen Kreislauflösungen für Kunststoffe gestartet.

Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der Intarema 906TE Regranulieranlage am Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik IKK der Leibniz Universität Hannover können jetzt die geplanten, umfangreichen Forschungsarbeiten für neue Kreislauflösungen beginnen. Damit startet das IKK zudem die praktische Kooperation mit dem weltbekannten Hersteller von Kunststoffrecyclinganlagen und Systemkomponenten, der Erema Engineering Recycling Maschinen und Anlagen GmbH.

Regranulieranlage als Dauerleihgabe von Erema zur Verfügung gestellt

Als Dauerleihgabe steht dem IKK mit dieser Intarema 906TE Regranulieranlage ein voll ausgestattetes, kompaktes Recyclingsystem auf Basis der Einschnecken-Extrusionstechnologie zur Verfügung. Sie verfügt über umfangreiche Online-Analytik, um beispielsweise die Massenfließrate oder die Farbe des Materials sowie in Kürze auch die chemische Zusammensetzung im Prozess zu bestimmen.

„Zukünftiges Ziel ist es, mit dieser Technik anspruchsvolle Produkte aus Rezyklaten unter Berücksichtigung der Qualitätsanforderungen und des Qualitätsmanagements zu entwickeln“, so der Institutsleiter Prof. Dr. Hans-Josef Endres. Wie Prof. Endres erklärt, spielen dabei „natürlich auch die Korrelation von der Zusammensetzung der Inputströme zu Outputqualitäten in Abhängigkeit von den Parametern des Recyclingprozesses eine Rolle.“

Umfangreiche Forschungen zu Kreislauflösungen geplant

Dijan Iliew (l) und Slawomir Baranowski (m) vom IKK zusammen mit Martin Henzl (r) von Erema füllen die ersten Kunststoffabfälle in die Intarema 906TE Regranulieranlage, mit der das IKK mit Unterstützung von Erema neue Kreislauflösungen für Kunststoffe erforschen will. Foto. IKK/Nuse Lack

Grundsätzlich ist die Intarema des IKK in der Lage, jegliches thermoplastisches Material mit niedriger Schüttdichte zu verarbeiten. Darunter fallen kontaminierte und nicht verschmutzte thermoplastische (Bio-)Kunststoffe vorwiegend in Form von synthetischen Fasern und Folien, aber auch Granulate, Pulver, Mahlgut sowie Verbundwerkstoffe. In der zentralen Einheit, der sogenannten Preconditioning Unit (PCU), wird das thermoplastische Ausgangsmaterial zunächst bestmöglich für den Extruder aufbereitet, um anschließend im Extruder durch den kontinuierlich arbeitenden Teilflächen-Rückspülfilter mit zwei Trägerkolben filtriert zu werden.

„Wir wollen natürlich auch die Anlage an sich unter die Lupe nehmen und schauen, wie der Verschleißzustand der Granuliermesser und/oder der Lochplatte detektiert werden kann. Oder Strömungssimulationen in der PCU durchführen, uns die Verschleißschichten eingesetzter Schnecken anschauen und die Viskosität der Materialien messen. Dabei bauen wir auf entsprechende Forschungsvorhaben aber auch auf die Kreativität und Wissbegierde unserer Ingenieure von morgen, indem wir studentische Abschlussarbeiten auf diesem Gebiet gemeinsam mit Erema unterstützen und fördern“, so Endres weiter.

Getrieben von den wachsenden Kunststoffabfallmengen wird es immer dringender, ressourcenschonende Kreislauflauflösungen für weitere Kunststoffprodukte auch außerhalb des Verpackungsbereiches zu entwickeln, die dann hochskaliert und von der Industrie problemlos übernommen werden können.

gk

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