Was passiert wenn Theorie auf Praxis trifft?

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Der Softwarespezialist Simcon hat an seinem Stammsitz in Würselen ein neues Technikum installiert. Eine Vorstellung dazu erfolgt auf der Messe Z in Leipzig.

Ohne Praxis taugt bekanntlich die beste Theorie nichts. Und das Ziel des renommierten Herstellers für Simulationssoftware Simcon ist es, dass die ermittelten Simulationsergebnisse die praktische Realität im Spritzgießprozess optimal wiederspiegeln.

Vielfältige Arbeiten im Technikum

Für die praxisrelevante Entwicklung und automatische Prozessoptimierung hat Simcon in Würselen ein sehr gut ausgestattetes Technikum. Die im Technikum durchgeführten Arbeiten sind sehr vielfältig. Das Aufgabenspektrum umfasst unter anderem das Messen von Viskositätskurven im Kapillarrheometer und die Durchführung von Spritzgießversuchen. PVT-Daten, Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität, E-Modul, Schubmodul, CLTE-Wert und ggf. Vernetzungsdaten lässt Simcon bei Partnern messen. Die verwendete Arburg Spritzgießmaschine ist sowohl mit AQC von Arburg als auch mit Varimos Real ausgerüstet und erlaubt das Abfahren von Versuchsplänen sowie die vollständige Überwachung und Dokumentation der Spritzversuche für die spätere Auswertung.

Speziell entwickeltes Werkzeug

Zur Validierung und Optimierung der Vorhersagen von Schwindung und Verzug setzt Simcon, ein gemeinsam mit dem Konstruktionsbüro Hein speziell für diesen Zweck entwickeltes Isoform Werkzeug ein. Die zunächst unspektakulär aussehenden Kästchenbauteile können sowohl längs als auch quer angespritzt werden. Außerdem gibt es schnell auszutauschende Werkzeughälften zur Produktion von 6 Dickenvarianten. Durch unterschiedliche Prozesseinstellungen, die mittels Varimos Real bestimmt werden, wird dann ein umfangreicher Versuchsplan abgefahren. Die hergestellten Bauteile werden dann vermessen und die Ergebnisse mit Varimos Real ausgewertet. Die in dem Versuchsablauf ermittelten Ergebnisse dienen zur Validierung der Vorhersagen von Schwindung und Verzug des untersuchten Materials. Damit kalibriert der Softwarehersteller gegebenenfalls die in der Datenbank bereitgestellten Materialdaten des verarbeiteten Kunststoffs nach einem mit dem IKV, Aachen im Forschungsprojekt MatOpt optimierten Verfahren und gibt somit optimale und damit praxisrelevante Ergebnisse z.B. für die Schwindung aus.

Nähere Information auf der Fachmesse Z

Das Ermitteln von Materialdaten bietet Simcon seinen Kunden als Dienstleistung an. Insbesondere wenn es um eigene Materialentwicklungen für spezielle Anforderungen in Projekten geht, die nicht Bestandteil der aktuellen bereit gestellten Materialdatenbank sind. Nähere Informationen zum Technikum und zur Ermittlung von projektbezogenen Materialdaten erhält man auf der Z, der Internationalen Zuliefermesse für Teile, Komponenten, Module und Technologien, in Leipzig, die vom 5. bis 8. Februar stattfindet.

sl

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