So bleibt Granulat eine saubere Sache

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Die sogenannte Deduster-Technik von Pelletron verspricht die Entfernung und Vermeidung von Engelshaar und Kunststoffgranulat-Staub – insbesondere im Einsatz in Kunststoffgranulat-Verpackungsanlagen.

Kunststoffgranulate müssen sauber sein – kein Staub, kein Engelshaar. Das sind die heutigen Qualitätsansprüche der Kunststoffverarbeiter, um hochwertige Endprodukte herzustellen. Der Kunststoffverarbeiter erwartet vom Kunststoffhersteller ein staubfreies Produkt ohne Engelshaar. Diese Anforderung stellt hohe Ansprüche an Kunststoffproduktionsanlagen. Nahezu alle heutigen Anlagen reinigen das Granulat mit einem Gegenstromsichter (Elutriator) nach einer Flugförderung. Diese Sichter sind entweder vor den Lagersilos mit nachfolgender Granulatförderung installiert, die meistens als Langsamförderung ausgeführt wird, oder direkt über den Lagersilos angeordnet.

Die Reinigung mit Gegenstromsichtern und deren Positionierung erzeugt zwei Probleme. Zum einen entspricht die Reinigung mit herkömmlichen Gegenstromsichtern nicht den heutigen Anforderungen an Reststaubgehalt und Engelshaar, insbesondere wenn langes Engelshaar, den Sichter durchläuft.

In einem herkömmlichen Leitungsbogen (links) entsteht Reibungshitze, die das Granulat schädigt. Pellbow (rechts) reduziert die Fördergeschwindigkeit im Bereich des Bogens und minimiert den Abrieb. Foto: Pelletron

Reststaubgehalt steigt an

Zudem lagern sich der verbleibende Reststaub und das Engelshaar nach der Sichtung hauptsächlich an den Silowänden und unter dem Silodach an. Beim Entleeren der Silos rutschen der Staub und das Engelshaar langsam nach und sammeln sich mit zunehmender Entleerung in dem Konusbereich. Dies führt beim Entleeren zu sogenannten "Dust surges", das heißt das aus diesem Bereich abgefüllte Material hat einen sehr hohen Staub- und Engelshaargehalt.

Um dieses Problem zu lösen, wird die Anordnung der Entstaubung nach dem Silo, und vor der Verpackung, empfohlen. Dies ist mit dem von Pelletron entwickelten Deduster möglich. Der Reststaubgehalt nach der Reinigung mit einem Deduster liegt in der Größenordnung von lt;50 PPM oder lt;30 PPM, je nach Material und Messmethode. Engelshaar und Engelshaarverklumpungen, sogenannte Bird Nests, werden im Deduster ebenfalls entfernt. Wartungsintensive Trommelsiebe zum Entfernen von Engelshaar sind nicht mehr notwendig.

Mobiler Einsatz direkt über dem Absacker

Da die Bauweise des Deduster sehr niedrig ist, lassen sich bestehende Anlagen in den meisten Fällen nachrüsten. Ein Deduster mit einer Durchsatzleistung von 40 t/h hat eine Bauhöhe von nur etwa 1 m. Pelletron bietet hierzu stationäre oder mobile Lösungen an. Für Absackanlagen hat Pelletron eine spezielle mobile Maschine entwickelt die über die Absackmaschine gefahren werden kann. Diese Art von mobilen Deduster-Anlagen wurde bereits in vielen bestehenden Anlagen nachgerüstet.

Der Verwiegevorgang wird durch den Deduster nicht beeinflusst, da dieser von der Absackmaschine getrennt ist und der Deduster keine Motoren benötigt, die Störungen beim Verwiegevorgang bewirken könnten. Pelletron bietet verschiedene Versionen der mobilen Baureihe an, zum Beispiel für die Beladung von Siloanlagen oder Oktabins.

Der mit dem Deduster entfernte Staub und das Engelshaar wird in einem Zyklon abgeschieden und die Reinigungsluft wird nach dem Passieren eines Inline-Filters wieder dem Deduster zugeführt. Die Technik ist für Durchsatzleistungen bis 150 t/h erhältlich.

In seiner kompakten Bauweise kann Pellbow einfach nachgerüstet werden. Foto: Pelletron

Engelshaar muss gar nicht erst entstehen

Pelletron bietet ebenfalls Lösungen an um das Entstehen von Staub und Engelshaar zu vermindern. Anstatt einer konventionellen Flugförderung oder einer kombinierten Anlage mit Flugförderung und Langsamförderung bietet Pelletron die Strandphase-Förderung in Verbindung mit Pellbows an.

Strandphase ist eine hochaufgeladene Flugförderung mit verminderten Fördergeschwindigkeiten im Bereich von 15 bis 25 m/s. Anstatt normaler Rohrbögen setzt Pelletron den Pellbow ein, der die Fördergeschwindigkeit im Bereich des Bogens reduziert und dabei das Entstehen von Staub minimiert sowie die Bildung von Engelshaar verhindert.

Bei Produktwechseln wird der Pellbow vollständig leergeblasen, wofür laut Anbieter keine zusätzliche Spülluft benötigt wird. Seine kompakte Bauweise vereinfacht den Einbau beziehungsweise die Nachrüstung. Selbst gegenüber abrasiven Stoffen wie etwa glasfasergefüllten Pellets erweist sich der Pellbow durch sein Bauprinzip als verschleißfest.

Die Lösung namens Pellcon3 mit den drei Komponenten Strandphase, Pellbow und Deduster ist ein geschützter Förderprozess. Pelletron bietet damit auch die Umrüstung bestehender Anlagen an.

gr

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