Roboterdichte in der Automobilindustrie weltweit steigend

Die Roboterdichte in der Automobilindustrie steigt kontinuierlich. Hier zum Vergleich: die Roboterdichte der jeweiligen Industriezweige in verschiedenen Industrienationen. Foto: IFR

In der Automobilindustrie steigt die Roboterdichte rasant. Doch auch in anderen Industriezweigen ist das Potenzial enorm, wie aktuelle IFR-Zahlen belegen.

Die Roboterdichte in der Automobilindustrie erklimmt neue Bestmarken. Aktuelle Zahlen der International Federation of Robotics (IFR) zeigen aber auch: Die Nachfrage in allgemeinen Industrien steigt überdurchschnittlich.

US-Automobilindustrie im Roboter-Rennen vorne dabei

Die IFR hat nun Daten zur Roboterdichte für die Industrienationen USA, Großbritannien, Japan,  Deutschland und China veröffentlicht. Daraus ergibt sich folgendes Bild: Die US-Automobilindustrie hat mit 1.287 installierten Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter einen neuen Höchstwert erreicht. Im weltweiten Ranking belegen die USA somit den siebten Platz. Zum Vergleich: Die Roboterdichte in Deutschland beträgt hier 1.311 Einheiten, die in Japan 1.248 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter. China liegt mit 938 Einheiten an zwölfter Stelle.

Dass gerade die Automobilindustrie hier eine Vorreiterrolle einnimmt, hat einen Grund: „In der Aufschwungsphase nach der Finanzkrise 2008 investierten Unternehmen wie General Motors, Ford, Fiat-Chrysler und Tesla massiv in Robotik und Automation. Tausende neue Arbeitsplätze sind dadurch in der Automobilindustrie entstanden. Wir haben jetzt, viele Jahre und etliche technologische Fortschritte später, die Chance, aus dieser Erfolgsgeschichte zu lernen und deutlich gestärkt aus der Pandemie hervorzugehen", erklärt Milton Guerry, Präsident der International Federation of Robotics.

Laut Guerry sei Automation „der Schlüssel zum Erfolg - nicht nur für eine Erholung von den Folgen der Pandemie, sondern auch für weiteres Wachstum in der Zeit nach Corona“.

Tendenz steigend: allgemeine Industriezweige mit enormen Potenzial bei Roboterdichte

Die Roboterdichte in den Industriezweigen jenseits der Automobilindustrie, also die allgemeine Industrie, fällt mit aktuell 139 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter zwar noch vergleichsweise gering aus. Das Potenzial für die Installation von Robotern in diesen Wirtschaftszweigen ist jedoch für alle untersuchten Länder enorm. In den USA übertrafen die jährlichen Bestellungen von Robotern aus der allgemeinen Industrie erstmals die Bestellungen von Industrie-Robotern in der Automobilindustrie. So stieg der Absatz in den USA im Jahr 2020 insgesamt um 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Vorallem der Bereich Life Scienes ist hier treibend. Im Jahresvergleich stiegen die Order-Zahlen hier um 72 %. In der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie waren es 60 %. In der Kunststoff- und Gummibranche 62 %.  

db

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