Polymeren das Leben einhauchen

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Eine neue Fraunhofer-Projektgruppe entwickelt Kunststoffe mit biologischen Eigenschaften.

Durch Kombination von Kunststoffen mit Biobausteinen wie Peptiden, Enzymen oder Zuckermolekülen wollen Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP und der BTU Cottbus-Senftenberg Polymermaterialien mit ganz neuen Eigenschaften entwickeln und die Voraussetzungen für ihre Produktion im industriellen Maßstab schaffen. Hierzu die Projektgruppe biologische Funktionalitäten direkt in die Polymere einbauen.

Kunststoffe mit Biofunktion

Die Einsatzmöglichkeiten biologisierter Kunststoffe sind breit gefächert. "Der Einbau von Zuckermolekülen in Werkstoffe kann beispielsweise bewirken, dass Bakterien nicht mehr an der Oberfläche anhaften können. Simples Abwischen mit Wasser würde das Material wieder keimfrei machen", sagt Prof. Johannes Ganster, Leiter Biopolymere am Fraunhofer IAP. "Neben antimikrobiellen Proteinen wollen wir auch Biomoleküle, die die Haftung erhöhen oder wasser- beziehungsweise ölabweisend sind, mit Polymermaterialien vereinen. Auch mit enzymatisch aktiven Oberflächen oder Enzymen, die die Bioabbaubarkeit von Materialien ermöglichen oder verbessern, entstehen für die Industrie hochinteressante Produkte", erklärt Ganster. Eine mögliche Anwendung seien bioabbaubare Verpackungen, die zudem die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern.

mg

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