Zum Inhalt springen

Materialprüfungen: Mehr Daten mit 2D-Bildkorrelation

  • Technik
Eine Prüfmaschine der Serie Allroundline mit Temperierkammer nutzt 3M für Materialprüfungen an Klebeprodukten mit dem Analysetool 2D-DIC, das die zweidimensionale digitale Bildkorrelation ermöglicht. Foto: Zwickroell

2D-DIC von Zwickroell erweitert die Analysemöglichkeiten in der Materialprüfung bei 3M um die zweidimensionale digitale Bildkorrelation.

Das neue Analysetool 2D-DIC (Digital Image Correlation, zweidimensionale digitale Bildkorrelation) generiert für die Materialprüfung über Standard-Dehnungsmessung hinaus wichtige Zusatzinformationen zum Verhalten von Proben bei mechanischen Tests – speziell zur Prüfung flacher Komponenten.

3M nutzt 2D-DIC, um seinen Kunden möglichst viele Informationen über Klebeprodukte zur Verfügung stellen zu können. Aus den gewonnenen Daten lassen sich über typische Standardwerte aus Zugversuchen hinaus auch Verformungen und Dehnungen über die gesamte sichtbare Probenoberfläche sichtbar machen. Sogenannte Strainmaps (Dehnungslandkarten) ermöglichen eine detaillierte farbliche Analyse des Probenverhaltens auf einen Blick.

2D-Bildkorrelation auch für nicht homogene Materialien geeignet

Für die Messung wird einfach ein Muster auf die Probe aufgesprüht, das auch für die axiale Dehnungsmessung genutzt wird – eine weitere Markierung ist nicht erforderlich. Auch komplexe Proben mit Aussparungen oder nicht homogene Materialien können mit 2D-DIC analysiert werden, um Hinweise auf inhomogene lokale Dehnungen oder Einschnürungen zu erhalten.

In den Testreihen nutzt 3M bereits vorhandenes Equipment von Zwickroell: eine Prüfmaschine der Allroundline mit Temperierkammer, die Prüfsoftware Testxpert und ein optisches Extensometer. Lediglich die Software erhielt ein Upgrade – zusätzliche Hardware ist nicht notwendig.

Materialprüfungen mit hoher Flexibilität

Durch die Integration in die Prüfsoftware können nicht nur die Dehnungswerte der Analyse zusammen mit den Werten der Live-Dehnungsmessung in der Spannungs-Dehnungskurve angezeigt werden. Auch weitere Messwerte, Prüfergebnisse und Bilder lassen sich übersichtlich speichern, verwalten und auswerten. „Das spart Zeit und schafft Transparenz“, erklärt Marcus Sauerborn aus dem klebtechnischen Labor von 3M. „Und dank der vielfältigen Werkzeuge in diesem Tool erreichen wir darüber hinaus eine große Flexibilität bei der Analyse, sodass wir auch sehr individuelle Kundenwünsche erfüllen können.“

sk