Mächtige Trichtermühle als Messehighlight

Die mächtige schallgeschützte Getecha-Zentralmühle 45090 ist ausgelegt für Durchsätze von bis zu 900 kg/h und steht oft im Mittelpunkt hochautomatisierter, maßgeschneiderter Zerkleinerungslösungen. Foto: Getecha

Getecha präsentiert auf der Fakuma seine neueste Mühlentechnologie für Kunststoffverarbeiter, darunter eine mächtige Trichtermühle als Messehighlight

Als unübersehbarer Blickfang und Messehighlight bildet eine mächtige Trichtermühle RS 45090 den optischen Mittelpunkt auf dem diesjährigen Fakuma-Messestand von Getecha.  Mit ihrer Antriebsleistung von 45 kW, ihrem 3-Messer-Rotor und ihrer Durchsatzleistung von bis zu 900 kg/h zählt sie zu jenen mittelgroßen Anlagen der Roto-Schneider-Generation, die sich für den zentralen Einsatz in der Kunststoff- und Recyclingtechnik eignen.

Große Trichtermühle demonstriert Individualisierungsmöglichkeiten

Getecha-Geschäftsführer Burkhard Vogel: „Bei der Realisierung weitgehend individualisierter Systemlösungen können wir heute sehr flexibel agieren.“ Foto: Getecha

Im Mahlraum arbeiten zwei Statormesser sowie drei oder fünf Rotormesserreihen. Das Mahlgehäuse verfügt über eine wirksame Schalldämmung und dank eines nach oben verlegten und in das Gehäuse integrierten Antriebs baut die Mühle kompakt und beansprucht nur wenig Stellfläche. Dabei ist die auf der Fakuma ausgestellte Variante zugleich ein gutes Beispiel für den hohen Grad der kundenspezifischen Individualisierung, den Getecha bei der Konstruktion und Konfiguration seiner Zerkleinerungsmühlen umsetzt.

So kann die RS 45090 je nach Anwendung und Peripherie mit verschiedenen Bypasstrichtern erweitert und zu einer vielseitigen Zerkleinerungsstation ausgebaut werden. „In solchen Fällen befinden sich zum Beispiel an der Rückseite der Mühle spezielle Walzen zum Einziehen von Folien, Stanzgittern und Randstreifen, während dreidimensionale Fehlteile über den Trichter zugeführt werden. Auf der Fakuma zeigen wir eine Ausführung mit Bypasstrichter für die Zuführung von Platten“, erläutert Getecha-Geschäftsführer Burkhard Vogel.

Bei entsprechender Auslegung vermag eine einzige Trichtermühle RS 45090 das Arbeitsvolumen von drei verschiedenen Anwendungen zu ersetzen. Interessant sind außerdem die hydraulische Öffnungsmechanik der Mühle, die den einfachen Zugriff auf Trichter und Siebschwinge ermöglicht, und die elektrisch überwachte Rotorverriegelung, die den Messerwechsel absichert.

Sauberraum-Mühle als weiteres Messehighlight

Die Sauberraum-Mühle GRS 180 von Getecha als weiteres Messehighlight der Fakuma 2021 ist ausgelegt für den Einsatz in kunststofftechnischen Produktionslinien mit erhöhten Anforderungen an Hygiene und Sauberkeit. Foto: Getecha

Ein weiteres Highlight auf dem Messestand von Getecha ist die Sauberraum-Mühle der Baureihe GRS 180. Diese schlank konstruierten Beistellmühlen gelten als Ideallösung für den Einsatz in kunststofftechnischen Produktionslinien mit erhöhten Anforderungen an Hygiene und Sauberkeit. Denn dank eines Schleusentrichters, einer integrierten Absaugtechnik und spezieller dichtungstechnischer Maßnahmen setzen diese Mühlen kaum Partikel frei (<1,0 µm). Der Schleusentrichter unterbindet das Herausschleudern von Mahlgut und senkt zusätzlich den Schallpegel. Die Getecha-Sauberraummühle überzeugt darüber hinaus durch eine hohe Prozesssicherheit und minimalen Wartungsaufwand.

Als „große Schwester“ dieser Mühle präsentiert der Aschaffenburger Anlagenbauer zudem eine GRS 300, die – je nach Materialart und Sieblochung – etwa 80 kg/h zerkleinert. Ihre große Mahlkammeröffnung ermöglicht auch die Zerkleinerung sperriger Angüsse. Dank des geteilten Mahlgehäuses und der damit verbundenen einfachen Entnahme des Siebes ist eine optimale Zugänglichkeit für die Reinigung und Wartung gewährleistet. In hochgestellter Ausführung ist die GRS 300 nicht nur als Beistell-, sondern auch als kostengünstige kleine Zentralmühle einsetzbar.

Kundenspezifische Optimierung zunehmend gefragt

„Die kundenspezifische Optimierung unserer Zerkleinerungslösungen hat sich inzwischen zu einem zentralen Aufgabengebiet unseres Engineerings entwickelt. Für die Umsetzung individualisierter, automatisierter und energieeffizienter Systemlösungen verfügen wir heute über umfassendes Knowhow und können sehr flexibel agieren“, betont Burkhard Vogel.

Ausgelegt für Stundendurchsätze von bis zu 160 kg arbeitet die Mittelklasse-Trichtermühle RS 2404 von Getecha in vielen Spritzgieß- und Blasformbetrieben. Foto: Getecha

Diese Maßstäbe setzt Getecha auch bei den kleineren und mittelgroßen Roto-Schneider-Modellen um, die in der Praxis vorrangig als dezentrale Beistellmühlen zum Einsatz kommen. Als Beispiele dafür zeigt das Unternehmen in Friedrichshafen zum einen die Mittelklasse-Trichtermühle RS 2404 mit integrierter Absaugung. Sie leistet einen Durchsatz von bis zu 160 kg/h und ist vielseitig einsetzbar – sowohl als kleine Zentralmühle im Spritzguss- oder Blasformbetrieb als auch als Einzugsmaschine für Randstreifen und Folie. Zum anderen gehört einmal mehr die vielfach bewährte Beistellmühle RS 1615 zum diesjährigen Fakuma-Programm.

Über alle Zerkleinerungsmühlen der Roto-Schneider-Familien hinweg widmet Getecha dem Aspekt der Energieeffizienz großes Augenmerk. Neben der Vorstellung seines Energy-Safe Systems wird das Unternehmen auf der Fakuma daher im Detail darüber informieren, welche antriebstechnischen und steuerungstechnischen Möglichkeiten es seinen Kunden in diesem Bereich zukünftig bieten wird.

Julius Moselweiß/gk

Schlagwörter: