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Lego baut Riesenfabrik in Vietnam

Ein Rendering der neuen Fabrik in Vietnam, die Lego ab Mitte kommenden Jahres bauen will. Foto: Lego

Lego will in Vietnam ab Mitte 2022 eine neue Fabrik bauen; sie soll mehr als 1 Mrd. USD kosten und 2024 die Produktion aufnehmen.

Lego will mit dem Bau der Fabrik in Vietnam sein langfristiges Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum unterstützen. Seit 2019 verzeichnet der Spielwarenprimus in der Region jährlich ein zweistelliges Wachstum. Der neue Standort erweitert das globale Lieferkettennetzwerk des Unternehmens, das Fabriken in der Nähe seiner wichtigsten Märkte ansiedelt. Dies bietet laut Lego die Flexibilität, schnell auf Veränderungen in der lokalen Verbrauchernachfrage zu reagieren, verkürzt die Lieferkette und reduziert die Umweltauswirkungen des Transports über lange Strecken.

Fabrik in Vietnam für bis zu 4.000 Mitarbeiter

Das neue Werk wird der sechste Produktionsstandort des dänischen Spielwarenherstellers und der zweite in Asien sein. Foto: Lego

Gebaut wird die neue Fabrik auf einem 440.000 m2 großen Gelände in der Provinz Binh Duong, etwa 50 km von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt. In den nächsten 15 Jahren will Lego dort bis zu 4.000 Arbeitsplätze schaffen. Das neue Werk wird der sechste Produktionsstandort des dänischen Spielwarenherstellers und der zweite in Asien sein. Klar ist, dass auch dort wieder Spritzgießmaschinen gebraucht werden.

Vor fünf Jahren hat Lego in Jiaxing/China, südlich von Shanghai gelegen, seine erste Produktionsstätte in Asien – ebenfalls mit Spritgießfertigung – eröffnet. Zum Vergleich: Sie beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter. Somit dürfte die neue Fabrik in Vietnam deutlich größer werden. Sie wird in der Endausbaustufe fast so viele Mitarbeiter beschäftigen wie die größte Lego-Fabrik, die sich in der Tschechischen Republik befindet. Der Schwerpunkt liegt dort allerdings auf dem Verpackungsbereich, nicht auf dem Spritzgießen.

Erste klimaneutrale Fabrik der Lego Gruppe

Der Standort in Vietnam wird die erste klimaneutrale Fabrik der Lego Gruppe sein. Das Gebäude wird mit Solarzellen auf dem Dach ausgestattet, und Vietnam Singapore Industrial Park Joint Venture Company Limited (VSIP) wird im Auftrag des Spielwarenherstellers ein nahe gelegenes Solarprojekt errichten. Zusammen werden diese Solarparks genug erneuerbare Energie erzeugen, um den jährlichen Energiebedarf der Fabrik zu 100 % zu decken. Beim Bau der Fabrik wird ein Mindeststandard von LEED Gold angestrebt, der alle Bereiche der Nachhaltigkeit einschließlich Energie, Wasser und Abfall abdeckt. Die Fabrik wird so konzipiert, dass sie für Elektrofahrzeuge geeignet ist und mit energieeffizienten Produktionsanlagen ausgestattet wird.

Lego wird zudem gemeinsam mit VSIP 50.000 Bäume in Vietnam pflanzen, um die während des Baus entfernte Vegetation auszugleichen.

Gleiche Produktionsanlagen wie in allen Lego-Fabriken weltweit

Carsten Rasmussen, Chief Operations Officer von Lego lobt die Unterstützung der vietnamesischen Regierung für den Bau der klimaneutralen Fabrik. Foto: Lego

Die neue Fabrik soll außerdem die hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards der Lego Gruppe erfüllen. Qualifizierte einheimische Mitarbeiter werden in der Bedienung der gleichen Hightech-Produktionsanlagen geschult, die in allen Lego-Fabriken weltweit eingesetzt werden. Damit wird sichergestellt, dass jeder Stein mit der Genauigkeit von 1/10 einer Haaresbreite hergestellt wird, sodass er perfekt zu den in den letzten 60 Jahren hergestellten Steinen und Produkten passt.

Carsten Rasmussen, Chief Operations Officer von Lego: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der vietnamesischen Regierung, die uns dabei hilft, unser Ziel zu erreichen, unsere erste klimaneutrale Fabrik zu bauen. Ihre Pläne, in den Ausbau der Infrastruktur für die Produktion erneuerbarer Energien zu investieren, und ihr kooperativer Ansatz bei der Zusammenarbeit mit ausländischen Unternehmen, die qualitativ hochwertige Investitionen tätigen wollen, waren mit ausschlaggebend für unsere Entscheidung, hier zu bauen.“

sk