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Kaum noch Wachstum im Kunststoffmaschinenbau

Bei den deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbauern – hier die Fertigung von Arburg in Loßburg – ist das Wachstum derzeit gebremst. Foto: Arburg

Der deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenbau erwartet aufgrund der Materialknappheit in diesem Jahr nur noch ein leichtes Wachstum.

„Aufgrund der aktuellen Entwicklungen am Beschaffungsmarkt gehen wir für 2022 – trotz voller Auftragsbücher – nur noch von einer Seitwärtsbewegung beziehungsweise im besten Fall von einem leichten Umsatzwachstum aus“, sagt Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des Fachverbands Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA.

Wachstum von 5 bis 10 % nicht mehr realistisch

Er erwartet eine Entwicklung in der Größenordnung von 0 bis 2 %. Zum Jahresbeginn 2022 hatte der Fachverband noch ein Wachstum von 5 bis 10 % für dieses Jahr prognostiziert.

Auftragseingang im Kunststoff- und Gummimaschinenbau eingebrochen

Der Auftragseingang im deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbau ist im ersten Quartal 2022 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum deutlich zurückgegangen, nämlich um -27 %. Im gleichen Zeitrum ist der Umsatz um lediglich 3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen.

Materialknappheit bremst Produktion und Umsatz

Die Gründe liegen zum einen in einem Basiseffekt, da das erste Quartal des vergangenen Jahres durch eine hohe Nachfrage im Verpackungs- und Medizinsektor außerordentlich gut verlief und zum anderen in der Tatsache, dass es sich für die Unternehmen immer schwieriger gestaltet, den hohen Bestand an Aufträgen schnell abzuarbeiten und in Umsatz zu verwandeln. „Allen voran ist hier die schlechte Materialverfügbarkeit zu nennen“, so Kühmann. Darüber hinaus wirken sich in Folge des Ukraine-Kriegs und der strikten Null-Covid-Politik in China viele Faktoren wie beispielsweise. Logistikprobleme und eine höhere Unsicherheit im Markt negativ auf das Geschäft aus.

sk