Heißkanalleckagen-Überwachung der dritten Generation

Der Hot Runner Monitor new Line der dritten Generation Foto: Wf Plastic

WF Plastic stellt mit seinem Hot Runner Monitor new Line die dritte Generation seines Heißkanalleckagen-Überwachungssystems vor. Das System ist abwärtskompatibel und ermöglicht die standardisierte Vernetzung mit dem gesamten Spritzgießprozess.

Der Hot Runner Monitor mit dem Namenszusatz "new Line" beinhaltet alle Grundfunktionen des Vorgängersystems und gewährleistet somit, dass auch bei bestehenden Werkzeugeinbauten, die gleichen Werte widerspiegelt werden. Der Monitor bietet ein 7-Zoll TFT-Touchscreen-Display mit vielseitigen und leicht zu handhabenden Einstellmöglichkeiten. Charakteristisch ist hierbei die neue Elektronik, welche den Einstieg in eine zukünftige standardisierte Vernetzung mit dem gesamten Spritzgießprozess ermöglichen soll.

Der Einbau in die Spritzgießformen soll durch optimierte Materialien und aufeinander abgestimmte Einbauhilfen ohne großen Aufwand möglich sein. Sowohl Neuwerkzeuge als auch bestehende Spritzgießwerkzeuge sind laut Hersteller problemlos nachrüstbar. Einbauhilfen bieten werden durch fachkundiges Personal im Servicepaket angeboten. Die direkte Zusammenarbeit des Unternehmens mit Heißkanalherstellern und Werkzeugbauern vereinfacht den Einsatz. Der Verarbeiter kann den Werkzeugeinbau über die Konstruktion direkt integrieren.

Mögliche Leckagenursachen

Eine der Hauptursachen für Undichtigkeiten im Heißkanal liegt bei den immer komplexeren Spritzgießartikeln. Die Heißkanalaufbauten verlangen der Technik einiges ab. Oft ist es auch die moderne Werkzeugtechnik, mit Tandem-Werkzeugen oder schwimmenden Lagerungen der Heißkanäle, die mögliche Fehlerquellen bergen. Undichtigkeiten können vom Bedienpersonal oder durch die Überwachung von Prozessparametern in der Regel nicht oder nur zu spät erkannt werden. Zum Schutz der Heißkanalsysteme und zur Erhöhung der Produktionssicherheit wird der Hot Runner Monitor eingesetzt. Mit dem Leckageüberwachungssystem wird ein Schmelzeeintritt in die Werkzeughohlräume frühzeitig und sicher erkannt und eine Fehlermeldung an die Maschinensteuerung übermittelt. Die Maschinensteuerung unterbricht daraufhin den Zyklus und generiert eine Fehleranzeige.

Sichere Überwachung des Systems

Für die exakte Lokalisation einer Heißkanalleckage wird ein im mbar-Bereich wirkender Luftstrom mittels hochflexibler Edelstahlrohre an das Heißkanalsystem geleitet. Durch die optionalen Mould Kits, bestehend aus hochwertigen vierfach Edelstahlverteilern, Edelstahlrohr und diversem Montagezubehör, können bis zu 32 Messstellen abgefragt werden. Der anliegende Luftdruck wird durch das Messsystem eindeutig bestimmt und an die Elektronikeinheit übermittelt. Die neu entwickelte Bedieneinheit verfügt über ein kapazitives Touchscreen Display, auf dem die ermittelten Messwerte in vier Skalen digital und analog angezeigt werden.

Das Überwachungssystem soll sich schon nach der ersten Erkennung amortisieren. Foto: Wf Plastic

Im Falle einer Leckage verschließt die ausströmende Kunststoffschmelze das Edelstahlrohr und der Widerstand im System steigt schlagartig an. Sofern die Messeinheit abweichende Druckwerte von minimal + 30 mbar bis - 60 mbar ermittelt, detektiert der Monitor. Ein optisches Alarmsignal wird generiert. Die Übertragung des Signals wird per digitaler Schnittstelle unverzüglich an die Spritzgießmaschine transferiert und die Maschine stellt sich etwa nach Zyklusende auf Störung.

Hohe Ausfallkosten vermeiden

Bei Werkzeugen mit Heißkanaltechnik führen Leckagen zu längerem Produktionsausfall. Die Ausfallkosten und Reparaturen sind teurer als die Detektionstechnik. Die Folgen, wie Produktionsausfall, Reparatur und nicht zuletzt die Lagerbevorratung von Ersatzteilen, sind sehr kostenintensiv. Unter Praxisbedingungen treten schleichende Leckagen und komplette System-Undichtigkeiten immer wieder auf. Je nach Material, Einspritzdruck und Größe der Leckage, fließt der Kunststoff am Heißkanalsystem entlang und kann so den gesamten Bereich des Heißkanalsystems überspritzen. Für den Kunststoffverarbeiter stellt sich daher die Aufgabe, Heißkanalleckagen möglichst frühzeitig zu erkennen. Der Hot Runner Monitor soll sich bereits nach der ersten Leckageerkennung amortisieren.

db