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Technik

Eine neue Ära der Materialseparation

Zur Ifat präsentiert Westeria den von Grund auf neu entwickelten Windsichter Airstar Evolution zur Materialseparation erstmals einer breiten Öffentlichkeit.

Mit dem auf der Ifat 2024 erstmals vorgestellten Windsichter Airstar Evolution will Westeria neue Benchmarks in Sachen Effizienz und Flexibilität bei der Materialseparation setzen.
Mit dem auf der Ifat 2024 erstmals vorgestellten Windsichter Airstar Evolution will Westeria neue Benchmarks in Sachen Effizienz und Flexibilität bei der Materialseparation setzen.

Wie der deutsche Maschinenbauer Westeria erklärt, setzt der vom 13. bis 17. Mai 2024 in München ausgestellte Windsichter Airstar neue Standards in Sachen Effizienz und Flexibilität, angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Anwender. Das komplett überarbeitete Luftführungssystem bietet eine hohe Flexibilität bei der Erfüllung spezifischer Aufgaben, das neue Bedienpanel erleichtert die Einstellung und Prozessüberwachung, und das Design ist für optimale Wartungsfreundlichkeit ausgelegt. Zudem liegt der Energieverbrauch deutlich niedriger als bisher. In Arbeitsbreiten von 1.000 mm bis 3.000 mm verfügbar, eignet sich der Airstar Evolution für Durchsätze bis zu 400 m³/h. Dank seines modularen Aufbaus lässt er sich sehr gut an die jeweilige Aufgabe anpassen, platzsparend transportieren und vor Ort in nur einem Tag montieren.

Als wesentlicher Bestandteil fast aller Recyclingprozesse ermöglicht das Windsichten ein hocheffizientes Trennen der in Abfallströmen enthaltenen Bestandteile auf Basis ihres Gewichts und ihrer ballistischen Eigenschaften. Windsichter von Westeria sind weltweit für Anwendungen im Einsatz, die von Hausmüll über Kunststoffe, Altholz, Ersatzbrennstoffe, Baumischabfall, Altglas und Industrieabfälle bis zur Schrottverwertung reichen. Der Airstar, das mit Abstand meistverkaufte Modell des Herstellers, basiert auf einer bereits 40-jährigen Entwicklungsgeschichte.

Neues Luftführungssystem optimiert Sortierergebnis

Das Luftführungssystem des Windsichters entscheidet maßgeblich über die Effizienz und Präzision des Prozesses und damit die Sortierqualität. Entsprechend hat Westeria umfangreich in die Entwicklung dieses Herzstücks des Airstar Evolution investiert. Das Ergebnis der Vielzahl an Simulationen, Strömungsanalysen sowie Tests mit unterschiedlichen Materialien ist das neue Luftsystem Notus Air. Dessen neu konstruierter, regelbarer Ventilator ermöglicht die präzise Steuerung des Luftstroms und kann damit den Energieverbrauch gegenüber einer herkömmlichen, zudem lauteren Luftdrosselklappe nach Erfahrung von Westeria um über 30 % senken.

Zur Ergebnisoptimierung sind darüber hinaus die Abscheidetrommel horizontal, das Zuführband vertikal sowie der Düsenwinkel vollelektrisch verstellbar. Die speziell designte Luftführung und eine großflächige Haube über der Leichtstoffkammer optimieren zusätzlich den gesamten Separationsprozess. So ist erstmals die Rückführung eines großen Teils der Prozessluft zum Trenngebläse möglich, was den Anteil der abzusaugenden Luftmenge um zwei Drittel reduziert. Dies macht das Gesamtsystem sehr kompakt und senkt – über den Energieverbrauch hinaus – auch das Investitionsvolumen erheblich.

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Bewährte, von der bisherigen Airstar-Technik übernommene Vorteile sind der Abwärtswinkel im integrierten Beschleunigungsförderer, der verhindert, dass schwere Teile mit größerer Oberfläche in die Leichtstofffraktion getragen werden, sowie die achslose Trenntrommel als Maßnahme gegen das Verklemmen oder Wickeln von Material zwischen Trommel und Gehäuse. Die patentierte, automatische Schieflaufkontrolle im Beschleunigungsband sorgt dank verbessertem Sensor und neuem Algorithmus für eine noch zuverlässigere Bandschieflaufkorrektur.

Komfortabler Zugang für alle Wartungsarbeiten

Erstmals ermöglicht der Airstar Evolution serienmäßig die elektrische Verstellung aller Trennparameter von einer zentralen und leicht verständlichen Bedieneinheit aus. Im Auslieferungszustand sind die zuvor im Techcenter von Westeria für das Kundenmaterial ermittelten, optimalen Einstellungen bereits voreingestellt. Das Abspeichern individueller Separations-Rezepte ermöglicht ein schnelles und exaktes Einstellen der Anlage bei wechselnden Materialien. Durch die großzügigen Sichtfenster an der Maschine lassen sich der Separationsprozess und dessen Anpassung unmittelbar beobachten.

Windsichter mit intuitiver Bedienoberfläche

Die neue, intuitive Bedienoberfläche ist so simpel aufgebaut, dass auch ungeschultes Personal die Maschine bedienen kann. Zudem lässt sich das System über die üblichen Schnittstellen an die zentrale Anlagensteuerung des Betreibers anschließen.

Das neue Design des Airstar Evolution schließt ein durchdachtes Wartungskonzept ein. Die von allen Seiten sichtbaren Signalleuchten informieren klar erkennbar über kritische Zustände der Maschine. Bei Störungen lassen sich alle neuralgischen Punkte leicht und innerhalb kürzester Zeit erreichen. Große Schwenktüren ermöglichen beidseitigen Zugang zur Separationseinheit, während weitere komfortable Türen am Heck das Zuführband erreichbar machen. Dank der Wartungsklappen in der Leichtstoffkammer ist auch hier einfacher Zutritt möglich.

Zahlreiche Optionen für jede Anwendung

Eine Vielzahl von möglichen Erweiterungen macht den Airstar Evolution von Westeria zum stationären Querstrom-Windsichter für alle Applikationen. Dank des etablierten Materialverteilsystems Disc Spreader können enge, unregelmäßige Materialzuführungen auf die ganze Bandbreite verteilt werden, ohne dass zusätzlicher Bauraum benötigt wird. Um eine dritte Fraktion zu erzeugen, kann der neue Windsichter mit dem System Duo Drum ausgerüstet werden, das zwei hintereinander angeordnete Trennwalzen nutzt. Alternativ lässt sich die ebenfalls optimierte Überbandabsaugung Airlift in die Leichtstoffkammer integrieren, um ultraleichte Materialien abzuführen. gk

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