Bessere Härtegradbestimmung von Polymeren

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Das Polymer Competence Center Leoben (PCCL) erweitert seine Kompetenzen im Bereich der Nanoindentation von Kunststoffen.

Nanoindentation ist eine bekannte Methode zur mechanischen Charakterisierung beziehungsweise Härtebestimmung von Materialien. Bei Härtegraden im mittleren Bereich – also etwa bei Kunststoffen – konnte diese Methode bis jetzt nur mit Einschränkung Anwendung finden.

Das PCCL hat im Rahmen des österreichisch-slowenischen Interreg Infrastrukturnetzwerkprojekts Retina die Möglichkeit erhalten, seine Kompetenzen um diese in Österreich einzigartige Charakterisierungsmethode für Kunststoffe zu erweitern. Im Rahmen des Projekts wird am PCCL das Ultra-Nanoindentation-Messsystem UNHT3 von Anton Paar, Graz, nicht nur im Hinblick auf die Software angepasst, sondern auch eine operative Adaptierung für Kunststoffe entwickelt.

Hierfür konnte auch eine neue PCCL-Mitarbeiterin gewonnen werden. „Der Vorteil von Nanoindentation gegenüber bisherigen Methoden ist die Anwendungsmöglichkeit im Nanometerbereich, das heißt Charakterisierung von sehr kleinen Proben mit geringem Materialbedarf beziehungsweise auch von sehr dünnen Schichten wie etwa in der Mikroelektronik“, sagt DI Petra Christöfl.

Das PCCL sieht in diesem Projekt nicht nur einen wissenschaftlichen Mehrwert, sondern auch die Möglichkeit für die Industrie, die Lücke in der Nanoindentation von verschiedensten Polymeren mittels einer einheitlichen Methode zu schließen.

sk

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