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Arburg-Seniorchef Eugen Hehl verstorben

Eugen Hehl hat nicht nur die dynamische Unternehmensentwicklung von Arburg maßgeblich geprägt, sondern sich auch sozial sehr engagiert

Eugen Hehl, der als langjähriger Vorsitzender der Geschäftsleitung und anerkannter Vertriebsexperte maßgeblich am Erfolg des weltweit aktiven Familienunternehmens  Arburg beteiligt war, ist am 12. Dezember 2923 im Alter von 94 Jahren verstorben. 
Eugen Hehl, der als langjähriger Vorsitzender der Geschäftsleitung und anerkannter Vertriebsexperte maßgeblich am Erfolg des weltweit aktiven Familienunternehmens  Arburg beteiligt war, ist am 12. Dezember 2923 im Alter von 94 Jahren verstorben. 

Eugen Hehl, Seniorchef der Arburg GmbH + Co KG, ist am 12. Dezember 2023 im Alter von 94 Jahren verstorben. Ausgezeichnet haben den gelernten Mechanikermeister neben seinem unternehmerischen Weitblick vor allem seine Verdienste um den Aufbau des weltweiten Vertriebs bei Arburg und die Bauinfrastruktur des Unternehmens sowie sein großes soziales Engagement für und in der Region. Das Familienunternehmen gehört heute weltweit zu den führenden Maschinenherstellern für die Kunststoffverarbeitung.

Maßgeblich am globalen Erfolg von Arburg beteiligt

Als langjähriger Vorsitzender der Geschäftsleitung und zuständig für den weltweiten Vertrieb bei Arburg war Eugen Hehl maßgeblich am globalen Erfolg des Unternehmens beteiligt. Technisch ausgebildet, aber mit einem feinen Gespür vor allem im Vertrieb, prägte er, in kongenialer Kooperation mit seinem im November 2010 verstorbenen Bruder Karl, das Familienunternehmen über mehr als sieben Jahrzehnte entscheidend.

Mit seinen Ideen und Lösungen in baulicher Hinsicht gab er dem Unternehmen ein weltweit unverwechselbares Gesicht. Als geschäftsführender Gesellschafter war Eugen Hehl im doppelten Sinne als „Baumeister des Unternehmens“ maßgeblich am globalen Erfolg des Familienunternehmens beteiligt.

Weltweite Vertriebsstrukturen aufgebaut

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1951 begann Eugen Hehl mit dem Aufbau eigener, zunächst noch regionaler Vertriebsstrukturen durch intensive eigene Reisetätigkeiten. Bereits 1957 hob er den Vertrieb des Unternehmens durch die erste Messeteilnahme im niederländischen Amsterdam auf internationale Ebene.

Engagierte Visionen verfolgte Eugen Hehl Zeit seines Lebens. So reiste er bereits 1962 nach Japan und auch in die USA, um den Maschinenabsatz weiter anzukurbeln.

Detailverliebt und zielstrebig setzte der ambitionierte Jäger, Frühsportler und Teetrinker von Anfang an auch die Bautätigkeit im Stammwerk und den sukzessive gegründeten Arburg-Niederlassungen in aller Welt um. Vorausschauend ließ er 1966 in Loßburg zwischen zwei und vier Jahre alte Gebäude teilweise wieder abreißen, um eine sogenannte Rasterbauweise und damit zukünftig verbesserte Erweiterungsalternativen auf dem Firmengelände zu ermöglichen. Viele der Arburg-Dependancen weltweit gleichen von der Außengestaltung her dem Hauptsitz und sind damit eindeutig wiedererkennbar.

Großes soziales Engagement

Bei Arburg, in seiner Heimat Loßburg und weit über die Region hinaus wurde Eugen Hehl menschlich wie fachlich sehr geschätzt. Zusammen mit seinem Bruder Karl war Eugen Hehl auch für sein großes soziales Engagement bekannt. So ließen beide das Gebrüder-Hehl-Stift in Loßburg errichten, das im Jahr 1999 offiziell seine Arbeit aufnahm. Diese durch die Diakonie betriebene Altersresidenz steht älteren Menschen für betreutes Wohnen, Kurzzeit- und Altenpflege offen. Auch kirchlich war Eugen Hehl, unter anderem im Kirchenchor der ev. Kirchengemeinde Loßburg, engagiert tätig.

Auszeichnungen vom Bundesverdienstkreuz bis zur Plastics Hall of Fame

Für seine Leistungen zeichnete die Bundesrepublik Deutschland Eugen Hehl im November 2000 mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Hinzu kommen die baden-württembergische Wirtschaftsmedaille im Jahr 1990 sowie der Kompetenzpreis für Innovation und Qualität Baden-Württemberg 2015. Weitere Auszeichnungen sind die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Loßburg im November 1997 sowie der Goldene Meisterbrief im Jahr 2005. Die amerikanische Society of Plastics Engineers (SPE) verlieh Eugen und Karl Hehl für ihr gemeinsames Lebenswerk 2007 den Business-Management-Award. Für sein Lebenswerk wurde Eugen Hehl 2015 in die „Plastics Hall of Fame“ aufgenommen. 2020 erhielt der Seniorchef mit der Richard-Vieweg-Ehrenmedaille die höchste Auszeichnung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

Mit Eugen Hehl verlieren Arburg und die gesamte Branche einen gleichermaßen bodenständigen wie erfolgsorientierten Menschen, Unternehmer und Vordenker. Die geschäftsführenden Gesellschafter, insbesondere seine beiden Kinder Juliane und Michael Hehl, die gemeinsam mit ihrer Cousine Renate Keinath das Unternehmen derzeit in der dritten Generation führen, die Geschäftsführer und alle Mitarbeiter werden ihm ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren.

Auch das gesamte Team der K-ZEITUNG trauert um Eugen Hehl, den wir als sehr angenehmen, überaus  kompetenten und immer freundlichen Gesprächspartner sehr geschätzt haben. gk

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