Wie arbeiten Drucklufttrockner?

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Folge 19 - Mo erklärt: Drucklufttrockner eignen sich für das Trocknen von Kleinmengen.

Drucklufttrockner gehören ebenfalls zur Gruppe der Trockenlufttrockner. Sie verwenden die betriebsseitig zur Verfügung stehende Druckluft, die auf atmosphärischen Druck entspannt wird. Dadurch entsteht trockene Prozessluft mit einem niedrigen Taupunkt, die im Trockner auf die benötigte Trocknungstemperatur erwärmt wird. Trockenmittel sind bei Drucklufttrocknern nicht erforderlich. Die erwärmte Luft wird durch das Material geleitet, nimmt dabei Feuchtigkeit auf und wird so beladen nach außen abgeleitet. Drucklufttrockner selbst sind zwar vergleichsweise preiswert, doch weil Druckluft teuer ist, werden diese Geräte in der Regel nur für die Kleinmengentrocknung eingesetzt.

Voraussetzung für den Betrieb von Drucklufttrocknern ist trockene, öl- und wasserfreie Druckluft. Genutzt wird bei Drucklufttrockner der physikalische Effekt, dass sich bei der Expansion von komprimierter Luft der Taupunkt reduziert. Abhängig vom Taupunkt der Druckluft, lässt sich mit Drucklufttrocknern ein Taupunkt von -20°C und tiefer erreichen.

Luft enthält immer Wasser in Form von Dampf. Wird Luft nun verdichtet, kann sie mit zunehmendem Druck bei gleichzeitig abnehmendem Volumen immer weniger Wasser speichern. Vergleichbar ist das mit einem Schwamm, der entspannt eine bestimmte Wassermenge aufnehmen kann. Wird er zusammengedrückt, fällt das Wasser aus. Beim Verdichten der Luft steigt die Temperatur, wobei auch der Drucktaupunkt ansteigt.

Der Drucktaupunkt ist die Temperatur, auf die komprimierte Luft abgekühlt werden kann, ohne dass Kondenswasser ausfällt. Kühlt die komprimierte Luft im Kompressor nun weiter ab, kondensiert das Wasser aus, wobei die absolute Feuchte der Luft abnimmt. Wenn diese Luft anschließend gedrosselt in das Leitungsnetz eingespeist wird, entspannt sie, wobei der Drucktaupunkt fällt. Die (vor-)entspannte Luft wird nun an den Drucklufttrockner geleitet, dort ein weiteres mal entspannt, strömt durch eine Heizung und von dort weiter durch das Granulat.

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