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Tubenmarkt weiter intakt

Verschiedene Tubenarten für verschiedene Bereiche – die europäische Tubenproduktion konnte weiter gesteigert werden. Foto: Etma

Der europäische Markt für Tuben erwies sich auch 2021 robust; mit gut 11,6 Mrd. Einheiten legte er um knapp 1 % zu.

Jedoch entwickelten sich die wichtigsten Endabnehmermärkte für Tuben laut des Branchenverbands European Tube Manufacturers Association (Etma) unterschiedlich. Während die Lieferungen in die pharmazeutische Industrie und in die Märkte für Haushaltsprodukte im Jahr 2021 um rund 6 % beziehungsweise 8 % zurückgingen, konnten die Lieferungen in den Kosmetikmarkt und den Lebensmittelsektor um jeweils rund 4 % zulegen. Die Lieferungen in den Zahnpflegemarkt blieben stabil.

Nachfrage nach Tuben für Kosmetika zieht wieder an

Der Rückgang bei pharmazeutischen Tuben war im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass aufgrund reduzierter Arztbesuche in der Pandemie die Anzahl verschreibungspflichtiger Medikamente wie zum Beispiel Salben, die in Tuben verpackt sind, rückläufig waren. Erfreulich hingegen war laut Etma die Belebung des mengenmäßig dominierenden Kosmetikmarktes, der sich trotz anhaltender Mobilitätsbeschränkungen und reduzierter Freizeitaktivitäten in der Pandemie gegenüber dem Vorjahr deutlich erholen konnte. Der Lebensmittelsektor profitierte vor allem davon, dass viele Haushalte Pandemie-bedingt ihre Mahlzeiten vermehrt zu Hause zubereiteten. Der generell wenig konjunktursensible Zahnpflegemarkt präsentierte sich auch im zweiten Jahr der Pandemie sehr resilient und konnte sein Vorjahresniveau erneut erreichen.

Kunststofftuben sind im Markt wieder stärker gefragt

Nach wie vor nehmen bei den Lieferungen der Etma-Mitglieder die Laminattuben mit einem Anteil von 37 % den Spitzenplatz ein, dicht gefolgt von den Aluminiumtuben mit 35 %. Der Anteil von Kunststofftuben belief sich im Vorjahr auf 28 % – und damit leicht verbessert gegenüber dem Vorjahr.

Branche kämpft mit drastisch steigenden Energiekosten

Die europäische Tubenbranche kämpft laut Etma nach wie vor mit „teilweise exorbitanten Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Vormaterialien und Transportdienstleistungen“. „Insbesondere die Preise für Energie, Lkw- und Containerfrachten sind in den letzten Monaten förmlich explodiert und bereiten der Branche große Sorgen. Nur durch eine weitsichtige Lagerhaltungs- und Produktionsplanung der Tubenhersteller konnten die Versorgungssicherheit in der Lieferkette aufrechterhalten und out-of-stock Situationen bei Kunden und Einzelhändlern vermieden werden“, sagte Etma-Präsident Mark Aegler.

Angesichts einer aktuell zufriedenstellenden Auftragseingangslage blicken die europäischen Tubenhersteller bei allen Unsicherheiten in Pandemiezeiten mit Optimismus auf die kommenden Monate. Aeger: „Das Packmittel Tube ist aufgrund seiner einfachen Handhabung, seiner Leichtigkeit und Unzerbrechlichkeit und seiner überzeugenden Ressourceneffizienz bei den Verbrauchern nach wie vor ausgesprochen beliebt und ein echter Klassiker.“

sk