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Neustart für die Control

Die optische Messtechnik gehört seit Jahren zu den Bereichen, die kontinuierlich wächst. Auch hier wird es zum Neustart der Control in diesem Jahr viele Neuerungen geben. Foto: Schall

Nach zwei Jahren Pandemie-Pause steht die Control als wichtigste Messe für die Qualitätssicherung Anfang Mai vor einem Neustart.

Zwei Jahre musste die Control aufgrund der Corona-Pandemie pausieren – nun sind alle Aussteller gespannt auf den Neustart vom 3. bis 6. Mai 2022 in Stuttgart. „Die hohe Nachfrage nach persönlicher Messeteilnahme ist seitens der Qualitätssicherungsbranche seit Monaten ungebrochen“, bestätigt Fabian Krüger, Projektleiter bei Messeveranstalter P. E. Schall. „Weltweit schätzt die Branche die Control als unverzichtbare Plattform und erwartet die diesjährige Live-Messe nach zwei Jahren Zwangspause ganz besonders.“ Insgesamt sechs Hallen – 3 bis 8 – belegt die Messe wieder auf dem Stuttgarter Gelände. In diesem Jahr kommen mehr als ein Drittel der angemeldeten Aussteller aus dem Ausland.

„Die Messe Control ist seit langem die auch im internationalen Maßstab interessanteste und wohl auch größte Messe auf dem Gebiet der Messtechnik und Qualitätssicherung. Leider mussten wir aufgrund der gegebenen Umstände in den vergangenen zwei Jahren auf diese Plattform für den Austausch mit unseren Kunden verzichten. Trotz aller Bemühungen über Online-Veranstaltungen ist eine Präsenzmesse durch nichts zu ersetzen. Wir freuen uns deshalb besonders auf die Messe im Jahr 2022“, bestätigt Dr. Ralf Christoph, Geschäftsführer von Werth Messtechnik.

Viele Neuerungen aus dem Bereich Computertomographie auf der Control

Das Unternehmen aus Gießen wird auf der Messe eine Reihe von Neuerungen rund um die Koordinatenmesstechnik mit Computertomographie (CT) vorstellen. Es hat sich auf die Fahnen geschrieben, die CT auch für Einsteiger attraktiv zu machen – etwa durch die Nutzung weitgehend wartungsfreier und damit kostensparender Röntgenröhren. Die Geräte können mittlerweile im Messraum, aber auch an der Linie oder sogar inline eingesetzt werden.

„Viele Unternehmen schätzen bereits die Vorteile einer zerstörungsfreien Bauteil-Inspektion. Doch insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen halten die Computertomographie häufig für zu komplex“, betont auch Dr. Petra Schmidt, Head of Field of Business X-ray bei Zeiss. Das Unternehmen zeigt daher mit dem CT Metrotom 1 eine Einstiegslösung auf der Control, die sich noch einfacher einsetzen und bedienen lässt. Ganz nach dem Motto: Bauteil reinstellen, Knopf drücken und die Messergebnisse auswerten. „So unkompliziert arbeiten Anwender mit dem neuen CT-Gerät“, so Schmidt. Entsprechend kurz falle auch der zeitliche Schulungsaufwand für die Bedienung des Geräts aus.

Auch CT-Spezialist Diondo bringt zur Messe ein neues CT mit, das als Allrounder hochauflösend und gleichzeitig schnell ist: „Durch den Einsatz einer Hochleitungs-Transmissionsröntgenquelle erreichen wir mit dem D1 im Vergleich zu konventionellen Systemen eine vierfach höhere Auflösung bei gleicher Messdauer oder können alternativ, bei gleicher Auflösung, die Messdauer um den Faktor vier verkürzen“, sagt Kai Völkel, Leiter Prüfdienstleistung & Applikation bei Diondo. „Damit bieten wir unseren Kunden einen echten Allrounder, der sich gleichermaßen für anspruchsvolle Aufgaben und die effiziente Kontrolle hoher Stückzahlen in kürzester Zeit, zum Beispiel in der additiven Fertigung oder industriellen Spritzgießfertigung, eignet.“

Starker Fokus auf industrieller Bildverarbeitung zum Neustart

Im Fokus stehen neben der Mess- und Prüftechnik auf der Control Neuheiten aus den Bereichen Qualitätsmanagement, Software, Sensortechnik sowie Bildverarbeitung. „Die Industrielle Bildverarbeitung ist hochgradig etabliert und aus der industriellen Produktion nicht wegzudenken“, sagt Holger Wirth, Vice President Product Management Smart Factory Automation bei Isra Vision. „Moderne Methoden aus der KI machen es den Kunden nun noch einfacher, Systeme zu integrieren, insbesondere um manuelle Sichtprüfungen zu ersetzen. Neben den klassisch eingesetzten CPUs gibt es vermehrt Hardware, die neuronale Netze perfekt unterstützen, zum Beispiel GPUs oder Vision Processing Units, die sehr rechenstark, aber trotzdem effizient sind. Daraus ergeben sich neue Konfigurationsmöglichkeiten hinsichtlich Edge-Computing.“ Auch am Gemeinschaftsstand des Fraunhofer Geschäftsbereichs Vision werden eine Reihe vonLösungen für maschinelles Sehen zu sehen sein.

Sabine Koll