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Netzwerk für ressourceneffizientes Spritzgießen

Einleger aus Tepex für eine Kopfstütze in einem Kindersitz. Foto: TU Chemnitz

Ressourceneffiziente, hochfunktionalisierte Spritzgieß-Hybrid-Produktionsprozesse sind das Ziel des polnisch-deutschen Kooperationsnetzwerks Inmoldnet.

„Mit der Entwicklung von neuen Herstellungsverfahren für Spritzgießprodukte wollen wir im Netzwerk einen Beitrag zur Erhöhung der Ressourceneffizienz leisten“, sagt Mirko Jacob, Netzwerkmanager von Inmoldnet. „Gleichzeitig soll mit der gemeinsamen Entwicklung eines vernetzten Toolsets für Produktentwicklungsprozesse deren Potenzial im Hinblick auf die gezielte frühzeitige Auswahl optimaler Verfahren und Materialien unter wirtschaftlichen und ökologischen Perspektiven und eine entsprechende Nutzerführung besser ausgeschöpft werden.“

Spritzgießnetzwerk mit aktuell 27 Partnern

Inmoldnet steht für „Innovation for Injection Molding Technologies Network“. Derzeit sind 27 polnische und deutsche Partnern aus Industrie und Wissenschaft daran beteiligt, neue Partner sind willkommen. Das Kooperationsnetzwerk als vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördertes Projekt startete Anfang 2020 und läuft bis April 2024. Die Zusammenarbeit ist allerdings langfristig angelegt und wird nach dem Ende der Förderung weitergeführt. wird. Das Bydgoszcz Industrial Cluster auf polnischer Seite und Cetex Institut auf deutscher Seite koordinieren gemeinsam die Zusammenarbeit. Sie unterstützen die Partner bei der Umsetzung ihrer Vorhaben und der Akquisition von Fördergeldern.

Märkte für Neuentwicklungen sind der Automobilbau, die Verkehrstechnik, die Haushalts- und Mobiliartechnik sowie die Kunststoffindustrie selbst. Aktuell gibt es bei Inmoldnet 32 Projektansätze, vier Projekte stehen bereits in der Umsetzung und fünf Projekte befinden sich aktuell im Bewilligungsverfahren.

So ist zum Beispiel im Rahmen einer Forschungskooperation mit dem polnischen Kindersitz-Hersteller Avionaut und dem thüringischen Kunststoffunternehmen Polycomb eine Kopfstütze für einen Kindersitz (siehe Foto) entstanden. Der Einleger aus Tepex wird in einem Spritzgießwerkzeug mit Wendeplatte in einem Prozessschritt umgeformt und mit einem kurzglasfaserverstärkten Polypropylen-Compound hinterspritzt, um unter anderem die Tragstruktur für die Kopfstütze und Rückenlehne zu integrieren.

Gemeinsam zu ressourceneffizienten Lösungen

Alle polnischen Partner mit ihren spezifischen Kompetenzen sind in F&E-Vorhaben eingebunden. Hierfür wurden verschiedene deutsch-polnische Partner- und Projektkonstellationen erarbeitet. Auch die notwendigen Vorversuche in Vorbereitung der Projekte erfolgen in enger deutsch-polnischer Zusammenarbeit. Jacob: „Durch die Kooperation unterstützen sich deutsche und polnische Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Bewältigung der künftigen technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen und der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.“

sk