HB-Therm: Mit Neubau Produktionskapazitäten ausbauen

So soll der Neubau einmal aussehen, der in St. Gallen, 8 km von den bisherigen Produktionsflächen entfernt, entsteht. Foto: HB-Therm AG

Jetzt rollen die Bagger: HB-Therm startet noch im Mai mit dem Neubau in St. Gallen zum Ausbau der Produktionskapazität.

Deutlicher Ausbau der Produktionskapazität: Noch in diesem Monat beginnt HB-Therm mit dem Neubau am Standort St. Gallen. Bezogen werden soll das Gebäude dann im März 2023. Insgesamt gut 60 Mio. Schweizer Franken nimmt der Temperiergerätehersteller dafür in die Hand.

Für Reto Zürcher, CEO von HB-Therm, ist das Bauprojekt „ein klares, eindeutiges und nachhaltiges Bekenntnis zum Standort St. Gallen.“ Das Unternehmen will damit die vorhandene Innovationskraft und die Synergieeffekte des weltweit einzigen Produktionsstandorts auch zukünftig nutzen und weiter ausbauen. Im Endausbau sollen dann Arbeitsplätze für über 200 hochqualifizierte Mitarbeiter entstehen – eine Verdoppelung der bisherigen Kapazitäten.

Neubau-Areal auf 14.700 m² Fläche

In St. Gallen baut HB-Therm auf fast 15.000 m² seine Produktionskapazitäten weiter aus (v.l.): Roger Studerus und Peter Kunz von der Strut Architekten AG, Hans Peter Zürcher (VRP), Hansjörg Rettenmund (VR) und Reto Zürcher CEO der HB-Therm AG, Ivan Furlan - Leiter des Amts für Baubewilligungen St. Gallen, Maria Pappa - Stadtpräsidentin von St. Gallen und Beat Tinner - Regierungsrat des Kantons St. Gallen. Foto: HB-Therm AG

Das neue Gebäude an der Piccardstrasse im Westen St. Gallens wird auf 14.700 m2 die bisher vier räumlich getrennten Gebäude in St. Gallen integrieren. Das Areal ist etwa 8 km von den jetzigen Standorten entfernt. Für die Fertigung sind 2.200 m2, für den Lagerbereich 2.000 m2, für die Montage 4.000 m2 und für Büros und Meetingräume 1.500 m2  vorgesehen. Parkflächen nehmen rund 3.500 m2 ein.

Bereits 2015 suchte HB-Therm nach Bauland für das Projekt. Erste Skizzen des neuen Gebäudes lagen im April 2018 vor. Als Architekturbüro wurde 2018 die Winterthurer Strut Architekten AG als Sieger bei einem Wettbewerb mit vier finalen Teilnehmern aus der Ostschweiz beauftragt.

Produktionskapazitäten ausbauen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit

Zürcher skizziert das Projekt dabei wie folgt: „Das Gebäude ist so konzipiert, dass es optimale Prozessabläufe ermöglicht und wir uns darin wohl fühlen können. Gleichzeitig ist es aber auch so geplant, dass es an die zukünftigen Anforderungen angepasst werden kann.“

Für HB-Therm waren aber auch die Umweltaspekte wichtig, wie auch nochmals Zürcher verdeutlicht: „Wir sind als in dieser Hinsicht vorbildliches Unternehmen nach Iso zertifiziert“. Der Neubau werde auch ein CO2-Zertifikat erhalten und nach dem Schweizer Baustandard Minergie für nachhaltiges Bauen errichtet.

Minergie-Bauten zeichnen sich durch einen sehr geringen Energiebedarf und die hohe Nutzung von erneuerbaren Energien aus. Deshalb würden im Neubauprojekt unter anderem etwa eine Solaranlage mit 300 kWp (kW Peak) Leistung und Ladestationen für Elektrofahrzeuge realisiert. Der CEO ist sich sicher: „Wir bauen hier die Zukunft und werden damit unsere ohnehin hervorragende Marktposition weiter deutlich stärken können.“

db