Rückenwind für Innovationen

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Wie Unternehmen hochkomplexe Entwicklungsprozesse und Veränderungen durch die Methoden des Systems Engineering erfolgreich umsetzen können.

Unternehmen befinden sich im ständigen Spagat zwischen den täglichen Auslastungsspitzen und der Innovationsbedrängnis von Seiten der Konkurrenz. Dabei scheitern viele daran, ihre Workforce zu fokussieren und gleichzeitig an ihren internen Strukturen, Abläufen sowie allgemeinen Rahmenbedingungen zu feilen.

„Rein technische Innovationen bringen Betriebe voran und sichern ihnen ihre Stellung am Markt. Fehlt es aber an der entsprechenden Unternehmenskultur, um die eigene Innovationskraft nachhaltig auszuleben und dauerhaft zu tragen, bleiben Ideen unausgereift – mit negativen Auswirkungen für die wirtschaftliche Situation, das Image, Teams und Führungskräfte“, erklärt Vanessa Hünnemeyer, Beraterin für Innovationen und Regionalentwicklung bei Hünnemeyer Consulting.

Vanessa Hünnemeyer ist Beraterin für Innovationen und Regionalentwicklung bei Hünnemeyer Consulting. Sie unterstützt als externe Beraterin Unternehmen bei Veränderungsprozessen. Foto: Hünnemeyer

Gruppendynamische Prozesse nicht vernachlässigen

Gruppendynamische Prozesse prägen den Erfolg eines Projektes über die technischen Maßnahmen hinaus entscheidend mit – werden jedoch allzu oft vernachlässigt. In vielen Fällen zeigen sich die Probleme erst offensichtlich, wenn es für die notwendigen Veränderungen bereits zu spät ist.

„Wie bei der Frage, ob nun das Huhn oder das Ei zuerst da war, stehen Betriebe häufig vor dem Zwiespalt, entweder die Stärkung der eigenen Strukturen oder die Förderung ihrer Innovationskraft zu priorisieren“, weiß Hünnemeyer. Wohin soll also das Potenzial der Arbeitskraft fließen? Auch in diesem Fall erinnert die Antwort der Expertin an das Huhn-Ei-Dilemma: Unternehmen können ihre Innovationskraft nur dann voll ausleben, wenn sie auch innerbetrieblich ihr Potenzial ausschöpfen. Umgekehrt lassen sich technische Entwicklungen nicht dauerhaft vermarkten, wenn es an den inneren Triebfedern mangelt. Auch wenn der Wille zur Reformation der Strukturen und zur Einführung neuer Technologien da ist, scheitern Unternehmen oftmals an einer zu hohen Auslastung, die ihnen die nötige Zeit für die Umsetzung nimmt, oder auch an mangelhaften regionalen Rahmenbedingungen.

Mit System Engineering zum Erfolg

Zu einer ausgelasteten Auftragslage gesellen sich häufig Probleme wie Personalmangel und veraltete Strukturen, die den Weg in neue Geschäftsfelder verstellen. So sind Führungskräfte mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben konfrontiert: Die Priorisierung von Aufgaben ebenso wie das Entwickeln und die Reflexion des eigenen Führungsstils zeigen sich unerlässlich. Denn langfristig will man den Wünschen der Kunden, den Ansprüchen des eigenen Teams und den fachlichen Herausforderungen, deren Komplexität stetig ansteigt, gerecht werden. Zudem gilt es, die vorhandenen Ressourcen zielführend einzusetzen.

Systems Engineering bildet eine disziplinübergreifende Methode zur Bewältigung solcher komplexen Entwicklungsprozesse. Gerade bei der Vernetzung und Automatisierung von Abläufen, bei der in vielen Fällen neue Technologien und neue Software zum Einsatz kommen, bildet der Ansatz zur Organisation von Prozessen und Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit einen entscheidenden Faktor für den Erfolg.

Hünnemeyer bekräftigt: „Alle Zahnräder müssen ineinandergreifen, wenn Unternehmen agil handeln und auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein wollen – gerade bei hochkomplexen Entwicklungsprozessen. Wer sich nicht stetig an den Entwicklungsstand anpasst oder sich gegenüber notwendigen Veränderungen verschließt, blockiert die Optimierung und letzten Endes auch Innovationen.“

Externe Berater unterstützen bei Change-Prozessen

Um den Herausforderungen der Digitalisierung und den voranschreitenden Entwicklungen des Marktes zu begegnen, müssen Betriebe sich transformieren. Bei der nachhaltigen Implementierung von Veränderungen unterstützen auch externe Berater wie Hünnemeyer Consulting durch Moderation oder Mediation: Sie helfen bei der Durchführung von Struktur- und Regionalanalysen, können Förderprojekte prüfen und kontrollieren. Dabei gilt es, Handlungsstrategien zu identifizieren und weiterzuentwickeln. In der Praxis zeigt sich, dass Unternehmen ihr Potenzial nur dann voll ausschöpfen können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

„Die Förderung solch positiver Voraussetzungen stellt das Ziel dar, damit Unternehmen sich erfolgreich entwickeln und so das Fundament wirtschaftsstarker, lebenswerter, resilienter und nachhaltiger Regionen bilden können“, so die Entwicklungsexpertin. „Wer aktiv handelt, kann dem Stillstand entgegenwirken und somit Innovationen fördern. Das gilt sowohl für Unternehmen als auch für Kommunen.“

kus

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