Zwickroell modernisiert Prüfmaschine am IKV

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Um Aufnahme von Materialdaten für Crash-Simulationen zu optimieren, hat das IKV die Hochgeschwindigkeitsprüfmaschine von Zwickroell modernisieren lassen.

Die Prüfmaschine des Instituts für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen hat Zwickroell elektrisch und mechanisch überholt und eine neue Steuerungselektronik Testcontrol II eingebaut. Nach der Modernisierung kann nun das zeitlich getriggerte 3D-Highspeed-Kamerasystem Aramis von Gom die Korrelation von Dehnungswertepaaren mit den Maschinendaten bei hohen Abtastraten automatisieren. Der Einsatz eines solchen Highspeed-Kamerasystems unterstützt am IKV die Visualisierung von Versagensvorgängen, da diese im Crashfall für das menschliche Auge nicht nachvollziehbar sind.

Mit der modernisierten Hochgeschwindigkeitsprüfmaschine kann das IKV nun Werkstoffe unter crashartiger Beanspruchung untersuchen. Foto: Zwickroell

Prüfmaschine liefert Daten für Crash-Simulation

Dank der Systemerweiterung können Materialdaten für die Crash-Simulation auch für Werkstoffe bei crashartiger Beanspruchung ermittelt werden. Neben der optischen Erfassung der Dehnung lassen sich Temperaturbereiche von -40 bis +100 °C abdecken, um Werkstoffe hinsichtlich ihrer Temperaturabhängigkeit zu charakterisieren. Dazu steht neben einem breiten Geschwindigkeitsspektrum von 0,01 bis 12 m/s eine hohe Auflösung im Kraftsignal von 100 N bis 20 kN zur Verfügung. Dadurch ist es dem IKV möglich, neben den häufig untersuchten Thermoplasten auch Folien, kunststofftechnische Gewebe und Gewirke, geschäumte Kunststoffe, faserverstärkte Kunststoffe (FVK) in Abhängigkeit von der Dehnung zu charakterisieren. Im nächsten Schritt ist geplant, das neue System an FVK-Werkstoffen unter Schubbeanspruchung zu validieren.

sk

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