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Zeppelin: Durch Ukraine-Krieg 2022 kein Umsatzrekord

Die Geschäftsführung des Zeppelin Konzerns – von links: Christian Dummler, Alexandra Mebus, Michael Heidemann und Peter Gerstmann – erwartet durch den Ukraine-Krieg große Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn. Foto: Zeppelin

3,7 Mrd. EUR Umsatz und damit 13 % mehr hat Maschinen- und Anlagenbauer Zeppelin 2021 erzielt; 2022 erwartet er wegen des Ukraine-Kriegs einen Rückschlag.

2021 war damit das beste Jahr der Unternehmensgeschichte, doch mit Blick auf den Ukraine-Krieg und seinen Folgen erwartet der Zeppelin Konzern für 2022 und darüber hinaus einen signifikanten Rückgang des Umsatzes und des Ergebnisses vor Steuern. 2021 hat das Unternehmen das EBITDA um 13 % auf 444 Mio. EUR gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern stieg gegenüber dem Vorjahr von 125 auf 160 Mio. EUR.

Umsatz im Geschäftsbereich Anlagenbau mit einem Plus von 11 %

Der strategische Geschäftsbereich Anlagenbau, zu dem auch Zeppelin Systems mit seinen Anlagen für Kunstoffverarbeitern zählt, erzielte 2021 einen sehr hohen Auftragseingang und konnte damit den durch die Pandemie bedingten niedrigen Auftragseingang des Vorjahrs deutlich überkompensieren. Erfolgsfaktoren waren nachgeholte Auftragsvergaben in China und den USA in allen Geschäftsfeldern, aber auch die Erschließung neuer Märkte. Insgesamt setzte der Bereich 340 Mio. EUR um – und damit 11 % mehr als 2020.

Mit einer Mehrheitsbeteiligung an der Magdalena Kitzmann GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2022 hat sich Zeppelin darüber hinaus weitere Marktanteile im Bereich PVC- Anlagen und Chemie gesichert:

Im Anlagenbau investiert der Konzern gezielt in Recycling-Lösungen für Kunststoffe und Autoreifen und entwickelt den Bereich zur Aufbereitung der Materialien für die Batterieherstellung weiter.

Ukraine-Krieg hat bei Zeppelin großen Einfluss auf laufende Aufträge

Der Konzern geht davon aus, dass der Ukraine-Krieg, die Sanktionen der USA und EU gegen Russland sowie die Reaktionen von Russland hierauf sein Geschäft in diesen Ländern erheblich beeinträchtigen. Davon sind auch laufende Aufträge des Anlagenbaus betroffen. Im Auftragsbestand 2021 befanden sich nicht unerhebliche Aufträge für Russland und der Ukraine. Sollte deren Abwicklung nicht gewährleistet werden können, was heute bereits für Teile absehbar ist, so werde dies erheblichen Einfluss auf den zu erwartenden Umsatz und das Ergebnis für 2022 haben. Generell erwirtschaftet Zeppelin rund 20 % des Geschäftsvolumens in den vom Krieg betroffenen Regionen. Dieser Teil des Umsatzes steht neben dem potentiellen Verlust von Vermögenswerten mit entsprechendem Einfluss auf die Ertragslage im Risiko.

sk

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