Zahnräder robotergestützt fertigen

Back to Beiträge

Robotergestützte Anlage MSM211678 von Martin Mechanic: in 40 s zwei ineinanderliegende Zahnräder montieren, prüfen und beschriften.

Sondermaschinenbauer Martin Mechanic zeigt mit der MSM211678 eine robotergestützte Anlage, mit der sich in weniger als einer Minute Zahnräder fertigen lassen. Das Besondere hierbei: es handelt sich um zwei ineinanderliegende Zahnräder.

Die beiden Zahnräder, die Feder und der Arretierbolzen werden jeweils drehlagenorientiert in einer der beiden Zuführ-Schubladen der Anlage bereitgestellt. In diesen befinden sich variantenspezifische Teileaufnahmen.

Der Aufrag wird dann vom Werker mittels Handscanner erfasst. Die SPS-Steuerung gleicht ab, ob die 4-Bit-Codierung der Aufnahme zum angewählten Rezept passt. Ein Omron-Yamaha Scara-Roboter vom Typ XG600 bedient sich jeweils aus den beiden Schubladen. Dabei wird der Beladezustand ständig überwacht.

Aus drei mach eins: Zahnräder mithilfe von Roboter handhaben

Montieren, Prüfen und Beschriften von Zahnrädern: das alles erledigt die robotergestützte MSM211678 von MartinMechanic in 40 Sekunden. Foto: Martin Mechanic

Der Roboter legt zunächst das erste Zahnrad in die Montagestation ein, wo ein Fixierarm dieses sichert. Ein Verdrehen wird somit ausgeschlossen. Der Roboter ist mit einem Dreifach-Multigreifer ausgestattet, mit dem er sich anschließend die Feder holt, diese spannt und in das erste Zahnrad einlegt. Anschließend greift er zum zweiten Zahnrad, fügt es mit dem ersten zusammen und verriegelt es über einen Bajonettverschluss.

Durch Drehungen nach links und rechts, um eine vorgegebene Gradzahl, wird nun das Drehmoment überprüft. Entspricht es den Soll-Vorgaben, werden die Zahnräder in ihre Ausgangsposition zurückgedreht. Mit dem Bolzen, der ebenfalls in der Schublade bereitliegt, werden die Zahnräder arretiert.

Teile automatisiert beschriften

Im nächsten Schritt geht es weiter zur Laser-Beschriftungsstation. Diese befindet sich in einer Schutzkabine mit Absaugeinheit. Dort werden die Bauteile in Klarschrift mit Logo, Artikel- und Auftragsnummer, Produktionsdatum und dem erfassten Drehmoment beschriftet. Außerdem wird der passende QR-Code aufgebracht, der nach der Laserbeschriftung nochmals gegengelesen wird.

Die fertigen Teile wandern nach der abschließenden Entmagnetisierung wieder in ihre Ausgangsschublade zurück, wo sie der Werker entnimmt. Entsprechen die Zahnräder nicht dem vorgegebenen Qualitätsstandard, legt der Roboter diese auf ein separates Austrageband. Auf diesem laufen die mangelhaften Zahnräder dann gegen einen Anschlag. Dies Ausschussteile werden dann vom Werker entnommen, demontiert und schließlich nochmal nachgearbeitet.

Die Anlage nimmt eine Stellfläche von vier Quadratmetern ein. Insgesamt können sechs verschiedene Zahnrad-Varianten verarbeitet werden, die farblich unterschiedlich gekennzeichnet sind. So werden Verwechslungen vermieden. Das Bedienpanel für die SPS-Steuerung S7 1500F ist in der Seitenwand integriert. Der Vier-Achs-Roboter hat einen Z-Hub von 400 mm auf der vertikalen Achse.

db

Share this post

Back to Beiträge