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Wirthwein: Umsatz sinkt und neue Produktionshalle im Bau

Beim Spatenstich der der neuen Produktionshalle: Werkleiter Jürgen Michel (ganz links) und Vorstand Marcus Wirthwein. Das Unternehmen hat 2020 deutlich weniger Umsatz erzielt als im Jahr zuvor. Foto: Wirthwein

Die Unternehmensgruppe Wirthwein hat 2020 10 % weniger Umsatz erzielt; baut aber am Stammsitz in Creglingen eine neue Produktionshalle.

Trotz des Neubaus einer Produktionshalle – die Coronakrise sorgte beim Kunststoffverarbeiter für einen bis dato nicht gekannten Umsatzeinbruch. Die Verschiebungen zwischen den Geschäftsfeldern sind sehr stark. So erlebte der Bereich Medizintechnik eine Sonderkonjunktur, während beispielsweise Kunden in den Sparten Automotive und Hausgeräte die Produktion für einige Wochen drosseln oder ganz stilllegen mussten, was sich entsprechend negativ auf die Lieferanten auswirkte.

Wirthwein hat daher zum Ende des Jahres 2020 den Standort im hessischen Eichenzell geschlossen. Im Sommer 2020 hatte das Unternehmen außerdem die Umfirmierung verschiedener Tochtergesellschaften vorgenommen, darunter die Medizintechnik-Tochter in Mühltal bei Darmstadt.

Umsatz steigt wieder seit Spätsommer 2020

Seit Spätsommer 2020 verzeichnet das Familienunternehmen wieder stabilere Abrufe und sogar einen Hauch an Nachholeffekten. Die Bahnbranche und der Bereich Innenausbau erwiesen sich als solide. Die Unternehmensgruppe mit ihren weltweiten Tochterunternehmen konnte den Gesamtumsatzrückgang somit im Jahr 2020 auf rund 10 % im Vergleich zum Vorjahr begrenzen.

Ein hoher Eingang an Neuaufträgen lässt das Familienunternehmen positiv in die Zukunft blicken. „Unsere Mitarbeiter waren in allen Phasen des Lockdowns für die Kunden greifbar, wir haben unsere Zuverlässigkeit jederzeit über die gesamte Supply Chain unter Beweis gestellt und nicht zuletzt vertrauen die Kunden auf unsere wirtschaftliche Stabilität aufgrund unserer starken Diversifizierung“, sagt Vorstand Marcus Wirthwein.

Neue Produktionshalle mit 3.000 m² Fläche

Aufträge von Neu- und Bestandskunden führen nun auch am Stammsitz in Creglingen zur Notwendigkeit einer baulichen Erweiterung. Die Halle mit der Form eines großen „L“ misst an der breitesten Stelle 45 m und hat eine Gesamtlänge von knapp 90 m. Das neue Gebäude dockt an die bestehende Produktionshalle an und wird eine Gesamtgrundfläche von rund 3.000 m² bekommen. Die Aufstockung des Bürotrakts in einem zweiten Bauabschnitt ist bereits jetzt vorgesehen.

Sieben Spritzgießmaschinen in der neuen Produktionshalle

Bis Ende August wird nicht nur die Produktionshalle gebaut sein, sondern auch ein Deckenkran installiert, die zentrale Materialversorgung sichergestellt und ein Maschinenpark mit insgesamt sieben Spritzgießmaschinen samt zugehöriger Peripherie aufgebaut sein. Hinzu kommen diverse Regale und Features für die Lagerung und Wartung von Werkzeugen sowie für die Anforderungen der serienbegleitenden Qualitätssicherung. Ganz oben auf der Agenda steht auch die Gestaltung ergonomisch angenehmer Arbeitsplätze auf höchstem Sicherheitsniveau, für die im ersten Schritt zu schaffenden 25 neuen Arbeitsplätze. Das Investitionsvolumen beträgt in Summe rund 10 Mio. EUR.

sk

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