Wenn der Metallseparator mit der Dosiereinheit spricht

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Der Kommunikationsstandard OPC UA sorgt in der Kunststoffindustrie dafür, dass Maschinen kommunizieren, Daten austauschen und sich selbst optimieren.

OPC UA trägt dazu bei, Prozesse von der Produktion bis zum Service zu optimieren sowie Verluste von Zeit, Rohstoffen und Produkten (Ausschuss) zu minimieren. So kann ein Metallseparator mit einer Misch-beziehungsweise Dosiereinheit über OPC UA kommunizieren. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel Verschlüsse für die Kosmetikindustrie auf Spritzgießmaschinen herstellt, setzt es zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit Metallseparatoren ein, die direkt zwischen der Misch- und Dosiereinheit für das Granulat und dem Materialeinzug der Maschine sitzen.

Durch die Vernetzung und Kommunikation über die OPC UA Schnittstelle kann der Metallseparator der Misch- und Dosiereinheit die Materialausschleusung mitteilen. Grafik: Sesotec

Dabei kann es vorkommen, dass sich ein kleiner, metallischer Fremdkörper im Granulat befindet, der die Misch- und Dosiereinheit durchläuft und über die Förderleitung direkt zur Maschine gelangt. Der Metallseparator wendet den nahenden Störfall ab, weil er das Metallteilchen erkennt und sicher ausschleust. Zu beachten ist, dass bei der Ausschleusung auch ein geringer Teil des Gutmaterials mitausgeschieden wird und daher nicht mehr die exakt berechnete und zu dosierende Menge an Granulat im Werkzeug der Spritzgießmaschine ankommt.

Durch die Vernetzung und Kommunikation über die OPC UA Schnittstelle ist es möglich, dass der Metallseparator der Misch- und Dosiereinheit die Materialausschleusung mitteilt. Gleichzeitig wird kommuniziert, welche Menge nachdosiert werden muss, damit die Materialrechnung wieder aufgeht. Dieser Part erfolgt problemlos und die Verschlüsse, die aus der Spritzgießmaschine kommen, sind einwandfrei.

Ohne die standardisierte Kommunikation via OPC UA könnten schon kleinste Abweichungen in der Granulat-Zufuhr dazu führen, dass fehlerhafte Teile, wie etwa unterspritzte Verschlüsse, produziert worden wären. Diese Fehlproduktionen bleiben oftmals erst einmal unbemerkt: sie fallen ohne weitere Untersuchung in einen Karton, dieser wird zugeklebt und an den Kunden verschickt. Reklamationen sind so gut wie sicher.

„Wir stellen uns den Herausforderungen von Industrie 4.0 und arbeiten aktiv an der Entwicklung des OPC UA Standards für unsere Geräte“, sagt Bartosch Jauernik, OPC UA Experte bei Sesotec. Das Unternehmen ist einer der ersten Anbieter von intelligenten Metallseparatoren für die Kunststoffindustrie. „Unsere Geräte können untereinander, vor allem aber mit anderen Maschinen kommunizieren, Daten austauschen und sich selbst optimieren“, so Jauernik.

sk

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