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Watttron: Weiteres Kapital und Expertise

Watttron ist bekannt für innovative Lösungen, die bereits mehrfach prämiert wurden. Hier ist das patentierte Matrix-Heizsystem "Cera2heat" zu sehen. Foto: Watttron

Neues Investoren-Kapital für Watttron: Ausbau der Geschäftsbeziehungen auf internationaler Ebene sowie die Erschließung neuer Industriezweige als Ziel.

Mit frischem Kapital möchte das sächsische Technologie-Start-Up Watttron seinen Wachstums- und Ausbaukurs weiter fortsetzen. Unter den Kapitalgebern finden sich nahmhafte Partner wieder: Constantia New Business, ein langfristig orientierter Technologieinvestor aus Österreich, Skion, die Beteiligungsgesellschaft der Unternehmerin Frau Susanne Klatten, die Lauda Dr. R. Wobser Beteiligungs - GmbH sowie der Technologie-Gründerfonds Sachsen. Zusammen investiert man eine Summe von 3,4 Mio. EUR in das Freitaler Unternehmen.

Plattformtechnologie für unterschiedliche Industriebereiche

Die Watttron-Geschäftsführung (v.l.): Ronald Claus von Nordheim, Michaela Wachtel, Marcus Stein und Dr. Sascha Bach. Foto: Watttron

Als einen weiteren „großen Schritt“ sieht Marcus Stein, CEO der Watttron GmbH, das Engagement: „Mit unserer innovativen Plattformtechnologie wollen wir zukünftig Kundenanforderungen weltweit bedienen. Unsere Strategie war es von Anfang an, langfristig orientierte Investoren zu gewinnen, die uns mehr geben können als Wachstumskapital. Wir profitieren auch von ihren Erfahrungen, und kommen so unserem Ziel näher, Marktführerschaft in unterschiedlichen Industriebereichen aufzubauen.“

Watttron entwickelt und produziert neuartige Heizsysteme, die in Industrieprozessen zum punktgenauen Temperieren eingesetzt werden. Die patentierte Heiztechnologie ermöglicht unter anderem die Optimierung von Verpackungen im Hinblick auf den Material- und Energieeinsatz. Das Verfahren gestattet die präzise Temperatursteuerung auch bei großen zu heizenden Flächen und erleichtert damit die Verarbeitung von biobasierten und recycelten Materialien.

Kapital soll in Ausbau der Unternehmensstrukturen fließen

Die aktuelle Wachstumsfinanzierung soll die weitere Entwicklung des Unternehmens beschleunigen und es beispielsweise ermöglichen, auch Global Player zu beliefern. Daneben fokussieren die Sachsen aber auch den Aufbau einer Serienproduktion. Zum Kundenkreis von Watttron gehören bereits Unternehmen wie Procter & Gamble sowie Reckitt Benckiser.

Mit dem eingeworbenen Kapital will Watttron Partner in neuen Industriezweigen wie der Biotechnologie, Chemie sowie in der 3D-Elektronik gewinnen, Geschäftsbeziehungen im amerikanischen Markt festigen und mit der Erschließung der asiatischen Märkte beginnen. Gerade in Zeiten der Corona-Krise ist das Investment umso höher anzusiedeln. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Das Engagement gleich mehrerer namhafter Investoren zeigt mir einmal mehr, welcher herausragender Erfindergeist, aber auch unternehmerischer Sachverstand an den sächsischen Universitäten und Forschungs-einrichtungen vorhanden ist. Auch bestätigt sich, dass die Juroren im Auswahlverfahren des Future Sax Gründerpreises über ein sehr gutes Gespür für herausragende Gründungsideen verfügen, denn schon 2017 wurde dieser Preis an die Watttron GmbH verliehen. Für die Zukunft wünsche ich dem Gründerteam und den bereits 20 Mitarbeitern weiterhin viel Erfolg und einen guten Kompass bei dem nun noch dynamischeren Weg zu einem etablierten Technologieunternehmen mit Sitz in Sachsen.“

Auch in Zeiten von Corona geht es weiter: Watttron-Geschäftsführer Marcus Stein im Gespräch mit den Investoren (v.o.l nach u.r): Dr. Mario Englert, Geschäftsführer Lauda Dr. R. Wobser Beteiligungs-GmbH, Ronald Claus von Nordheim, CPO von Watttron, Michaela Wachtel, COO von Watttron, Dr. Sascha Bach, CTO von Watttron, Dr. Matthias Kalbus, Beteiligungsmanager TGFS, Arno Langwieser, Investment Manager CNB, Rico Kleinhempel, Business Angel, Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter Lauda Dr. R. Wobser Beteiligung - GmbH, Jan K. Verweyen, Beteiligungsmanager Skion. Foto: Watttron

Investoren sehen Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft

„Wir sind seit rund zwei Jahren Kooperationspartner von Watttron, weil wir bereits 2018 den Nutzen der patentierten Heiztechnologie über den Verpackungsmarkt hinausgesehen haben und aktiv unterstützen“, unterstreicht Dr. Gunther Wobser, geschäftsführender Gesellschafter von Lauda. „Die positive Entwicklung der letzten Jahre hat uns darin bestätigt, weiter in Watttron zu investieren.“

„Wir sehen, dass sich der Kunststoffmarkt nicht erst seit den jüngsten öffentlichen Diskussionen im Wandel befindet“, betont Arno Langwieser von Constantia New Business. „Mit Watttron haben wir einen starken Partner gefunden, um uns diesen Veränderungen zu stellen. Wir sind vom Management der Firma sowie der Stärke des Produktes überzeugt“.

db