Was passiert mit dem Staub im Fördersystem?

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Folge 30 - Mo erklärt Schutzmaßnahmen gegen Staubkontamination.

Staubpartikel können in der Kunststoffverarbeitung vielfältige Probleme bereiten, angefangen von Qualitätseinbußen und damit Ausschuss bis hin zu Schwierigkeiten bei der Verarbeitung. Doch auch bei der Materialversorgung kann Staub Probleme verursachen, etwa eine reduzierte Förderleistung aufgrund einer behinderten Luftströmung zum Gebläse, schlimmstenfalls verstopfte Rohrleitungen oder Staub in den Produktionsbereichen. Verhindern lässt sich die Entstehung von Staub fast nicht. Die feinen Partikel entstehen durch die Reibung der Granulatkörner untereinander und an Wänden von Behältern und Rohren beim Abfüllen und Fördern. Auch Mahlgut hat in der Regel einen hohen Staubanteil.

Anlage mit zentralen Sicherheitsfiltern Foto: Motan

Fördergerät mit integriertem Filter und Implosionsabreinigung. Foto: Motan

Im Zusammenhang mit der Materialversorgung mit Granulat und Mahlgut lassen sich grundsätzlich zwei Aspekte unterscheiden:

  • Filtern von Stäuben zum Schutz der Umgebung und der Vakuumpumpe.
    Hierbei befindet sich der Filter in der Regel im Fördergerät; der Staub verbleibt überwiegend im Material. Meist ist im Materialversorgungssystem noch ein Zentralfilter integriert, der die Vakuumpumpe vor Feinstäuben schützt.
  • Entstaubung des Materials um Ausschuss zu vermeiden.
    Dazu wird der Staub vom Material separiert und in einen Zentralfilter transportiert. Das Entstauben von Material kann auf separaten Stationen (im Batchbetrieb) oder im Inlinebetrieb auf der Maschine, beispielsweise mit einem Entstaubungsaufsatz, erfolgen.

Wichtig ist bei beiden Varianten die regelmäßige Reinigung der Filter, um Leistungsverluste der Förderanlage zu vermeiden. Die Filterreinigung geschieht meist mechanisch (etwa mit einer Vibrationseinrichtung), mit Druckluft oder mit Hilfe einer Implosionsreinigung.

Die verschiedenen Varianten der Filterreinigung sowie die Arbeitsweise eines Entstaubungsmoduls erklärt mo in den nächsten Folgen.

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