Unternehmen 06.12.2017 1 Bewertung(en) Rating

Warum BASF in ein Logistik-Startup investiert

Mit einer strategischen Partnerschaft will der Konzern neue, datenbasierte Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. BASF investiert 5 Mio. EUR in die Technologie von Ahrma.

Der Anteil der digitalen Wirtschaft an der globalen Wirtschaft wird im Jahr 2025 laut Prognosen 25 % ausmachen, wobei der Umsatz im nächsten Jahrzehnt bei geschätzten 100 Bio. USD liegen wird. BASF hat das Potenzial zur Stärkung ihrer langfristigen Wettbewerbsfähigkeit erkannt und im Jahr 2015 den digitalen Wandel eingeleitet. Das Unternehmen geht nun eine strategische Partnerschaft mit dem niederländischen Start-up Ahrma Holding B.V. ein, um gemeinsam den wachsenden Markt für intelligente Logistiklösungen zu erschließen. Mit einer Investition von 5 Mio. EUR in Ahrma-Aktien unternimmt die BASF einen wichtigen Schritt hin zu einem transparenteren, zuverlässigeren und effizienteren Lieferketten-Ökosystem.

Unternehmen benötigen Information in Echtzeit

 - Ahrma bietet eine komplette, mietbare Lieferkettenlösung an, die aus einer Mehrwegpalette aus Holz besteht, die mit dem Polyurethan-Sprühsystem Elastocoat C von BASF beschichtet ist und einen aktiven drahtlosen Transponder besitzt.
Ahrma bietet eine komplette, mietbare Lieferkettenlösung an, die aus einer Mehrwegpalette aus Holz besteht, die mit dem Polyurethan-Sprühsystem Elastocoat C von BASF beschichtet ist und einen aktiven drahtlosen Transponder besitzt.
BASF

"Es besteht großes Interesse an der intelligenten Nutzung von Logistikdaten, da Unternehmen in allen Branchen transparente, zuverlässige Informationen in Echtzeit benötigen, um ihre Lieferketten zu optimieren", meint Raimar Jahn, Leiter des Unternehmensbereichs Performance Materials der BASF. Ahrma bietet eine komplette, mietbare Lieferkettenlösung an, die aus einer Mehrwegpalette besteht, die mit dem Polyurethan-Sprühsystem Elastocoat C von BASF beschichtet ist und einen aktiven drahtlosen Transponder besitzt. Diesen Transponder stellt Ahrma auch als autarkes System bereit, sodass sowohl bereits vorhandene Anlagen als auch völlig neue Anwendungsbereiche damit ausgerüstet werden können.

Erste Piloteinsätze der "intelligenten Palette" von Ahrma bei BASF-Kunden haben die Vorteile des Systems bestätigt. Anwender bekamen eine vollständige Übersicht über Standort und Bewegung der versandten Güter sowie über Temperaturschwankungen, Beladungszustand und eventuelle Stöße oder Stürze. Es war diese Transparenz, die dann Prozessverbesserungen, Abfallreduzierungen und Kosteneinsparungen möglich machte.

Weitere Pläne

Aber damit ist der Endpunkt für BASF und Ahrma noch nicht erreicht. Sie möchten die Entwicklung von Ahrma gemeinsam fortführen, indem sie die Stärken beider Partner einbringen – von internen Anwendungsfällen bis hin zur Förderung der Weiterentwicklung der Technologie. "Wir sind der Meinung, dass das Potenzial für ein solches Angebot weit über die chemische Industrie hinausgeht", so Jahn.

"Mit Kunden auf nahezu allen Märkten und in jeder Branche und ihrer strategischen Ausrichtung auf Digitalisierung ist die BASF ein idealer Partner für uns, um unser Smart-Plattform-Konzept und die umgebende Infrastruktur des Internets der Dinge weiterzuentwickeln", meint Erik de Bokx, CEO und Gründer von Ahrma.

pl

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