Viele gedruckte Bauteile im neuen Formula E Safety Car

Mini Electric Pacesetter heißt das neue Safety Car der Formula E, das BMW Mini mit vielen gedruckten Bauteilen auf die breiten Räder gestellt hat.

Während die Hersteller von Rennwagen sehr zurückhaltend sind, was Berichte über 3D-gedruckte Bauteile in den Fahrzeugen betrifft, geht BMW Mini beim Mini Electric Pacesetter, dem neuen Safety Car der Rennserie ABB FIA Formula E World Championship E, offen mit dem Thema um.

3D-gedruckte Bauteile innen und außen

Der von John Cooper Works inspirierte Mini Electric Pacesetter wird natürlich genauso wie die Rennwagen der Formula E rein elektrisch angetrieben. Das betont sportlich auftretende Safety Car zeichnet sich aber nicht nur durch seine leistungsgesteigerte elektrische Antriebstechnik und den intensiven Leichtbau aus, sondern auch durch einen umfangreichen Einsatz der Additiven Fertigung – und zwar innen und außen.

Lichtsignalanlage des Formula E Safety Car im Heckflügel integriert

So sind zum Beispiel die geometrisch deutlich betonten Spats (Luftleitelemente) mit bewusst gesetzten Abrisskanten und die Spoiler „made in Oxford“ und wurden im 3D-Druck Verfahren aus recyceltem Carbon hergestellt. Aus einem der 3D-Drucker im Werk Oxford stammt auch der auffällige, durchströmte Heckflügel, in den die wichtige Lichtsignalanlage des Safety Car integriert wurde.

Das Interieur ist auf das Nötigste reduziert. Lediglich die vordere Sitzreihe ist vorhanden. Der Fahrerbereich besteht aus einem zertifizierten und sowohl für den Renneinsatz wie Straßenverkehr zugelassenen Sitz mit 6-Punkt-Gurt, einem Lenkrad mit Carbon-Pralltopf und einem digitalen Instrumentenkombi.

Der minimalistische Pralltopf sowie das Boost-Panel an der rechten Seite des Lenkrads sind ebenso hochwertige 3D-gedruckte Einzelanfertigungen wie die Verschalungen der Mittelkonsole und die Türverkleidung auf der Fahrerseite.

Die geometrisch deutlich betonten Spats (Luftleitelemente) mit bewusst gesetzten Abrisskanten wurden im 3D-Druck Verfahren aus recyceltem Carbon hergestellt. Foto: Mini
« von 5 »

Individualisierbarer Sportsitz mit 3D-gedruckten Pads

Ein weiteres Highlight sind die austauschbaren und ebenfalls 3D-gedruckten Pads auf dem Sportsitz. Ihre innovative Struktur verbindet Komfort, Robustheit und Modularität. Individualisierbar in Stärke, Härte und Farbe lassen sie sich perfekt an Physiognomie, Gewicht und persönlichen Geschmack des jeweiligen Piloten anpassen.

Konsequenter Leichtbau verhilft dem Safety Car zu einer Gewichtsreduzierung von ca. 130 kg gegenüber der Serienversion des Mini Cooper SE, und damit zu einem Leergewicht von ca. 1230 kg. Der optimierte Antrieb auf Basis des Mini Cooper SE liefert 135 kW und 280 Nm. Damit sprintet der Mini Electric Pacesetter in 6,7 s von 0 auf 100 km/h (Serie: 7,3 s), von 0 auf 60 km/h in 3,6 s (Serie: 3,9 s) Doch noch wichtiger sind bei einem Safety Car die Durchzugsdaten. Hier spielt der Mini Electric Pacesetter alle Vorteile seines übersetzungslosen und drehmomentstarken Elektro-Antriebs aus: von 80 auf 120 km/h benötigt das Fahrzeug nur 4,3 s (Serie: 4,6 s).

Seine Premiere feiert der Mini Electric Pacesetter am 10. April 2021 in Rom im Rahmen des zweiten Formel E Events der laufenden Formel E Saison 2021.

gk

Schlagwörter: