Verzögerte Aktivierung von Gusspolyamid

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Ein neuer Aktivator für Caprolactam lässt die Polymerisation in Gusspolyamiden langsamer ablaufen. Vorteilhaft ist dies ist bei großen Abmessungen, geringen Wanddicken sowie bei komplexen Geometrien.

Caprolactam ist ein bevorzugter Ausgangsstoff für die Herstellung von Gusspolyamid (PA6) durch Anionische Polymerisation, unterstützt durch spezielle Aktivatoren und Katalysatoren. Brüggemann Chemical hat jetzt mit Brüggolen C25 einen neuen, verzögernd wirkenden Aktivator vorgestellt. Dieser lässt die Polymerisation deutlich langsamer ablaufen als bisherige Aktivatoren wie etwa Brüggolen C20P. Während dessen Offenzeit (die Zeit des Übergangs von der flüssigen in die feste Phase) zwischen 1 und 5 min beträgt, sind mit dem neuen Brüggolen C25 Zeiträume von 2 bis 10 min erreichbar.

Dies ist insbesondere bei Teilen mit großen Abmessungen, geringen Wanddicken sowie bei komplexen Geometrien vorteilhaft, unter anderem, weil die anfänglich eingeschlossenen Blasen über ausreichend Zeit verfügen, um vollständig an die Oberfläche zu steigen. Insbesondere erleichtert der neue Aktivator auch die Fertigung hochwertiger, flächiger, glas- oder gewebeverstärkter Composites. Darüber hinaus gibt er die Möglichkeit, in der Produktentwicklung Teile langsam zu füllen, um Abläufe studieren und optimieren zu können.

Verarbeitungsseitig erfordert er keine Änderungen der Temperaturen von Polymerisat und Werkzeug. Die mechanischen Eigenschaften der resultierenden Polymerisate sind annährend gleich, das neue Brüggolen C25 hat jedoch eine leicht gelbliche Farbe.

mg

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