Verwertung von Kunststoffabfällen nimmt zu

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Seit 2006 hat sich die Menge an Kunststoffabfällen, die in Europa einer Verwertung zugeführt werden, etwa verdoppelt.

Interessant ist die Entwicklung bei der Verwertung von Kunststoffabfällen: So stieg deren Sammlung von 27,1 Mio. t im Jahr 2016 auf 29,1 Mio. t im Jahr 2018. Die Mengen, die der Wiederverwertung zugeführt wurden, erhöhten sich um fast 12 Prozent auf mehr als 9,4 Mio. t.

Dr. Rüdiger Baunemann, Regional Director Central Region von Plastics Europe, nannte auf der K-Messe aktuelle Zahlen zur europäischen Kunststoffproduktion, zur Nachfrage und zur Verwertung, wie sie in der dazu veröffentlichten Publikation „Plastics – the Facts 2019“ zu finden sind. Bei der Produktionsmenge von Kunststoffen ergibt sich für Europa ein anderes Bild: Von 64,4 Mio. t in 2017 fiel sie auf 61,8 Mio. t in2018 zurück. Auch die Prognosen für das Jahr 2019 deuten auf eine Fortsetzung dieses Trends hin, der im Einklang mit den von der EU erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen steht. Global ist die Kunststoffproduktion allerdings einen Wert von fast 360 Mio. t leicht gestiegen.

Plastics Europe Präsident Javier Constante (l.) und Dr. Rüdiger Baunemann, Geschäftsführer bei Plastics Europe Deutschland, auf der K-Messe in Düsseldorf Foto: Plastics Europe

„Die Kunststoffhersteller leiden unter der schwächelnden Konjunktur in Europa“, so die Schlussfolgerung von Dr. Baunemann. „Die wirtschaftliche Entwicklung hat erheblich an Schwung eingebüßt, wichtige Abnehmerbranchen weisen schwache bis negative Wachstumsraten auf.“ Allerdings sei auf Seiten der europäischen Kunststoffverarbeiter 2018 die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben.

Kunststoffabfälle: Transformation zur Kreislaufwirtschaft

„Die Zahlen zeigen auch, dass die europäische Kunststoffindustrie die Transformation hin zu einer stärker kreislauforientierten und ressourceneffizienten Kunststoffwirtschaft weiter fortsetzt“, sagte Dr. Rüdiger Baunemann.

Javier Constante, Präsident von Plastics Europe, lieferte auf der K-Messe eine Bestandsaufnahme zur Selbstverpflichtung der europäischen Kunststofferzeuger. So haben die Kunststofferzeuger dazu beigetragen, Plattformen für Kunststoffe aufzubauen, um die Recyclingquoten zu erhöhen und die Ressourceneffizienz zu verbessern. Darüber hinaus haben sich alle Mitgliedsunternehmen des Kunststofferzeugerverbands Plastics Europe dazu verpflichtet, das Programm Operation Clean Sweep (OCS) bis Ende 2019 zu unterzeichnen.

Somit ist Plastics Europe weltweit der erste Branchenverband, der OCS als eines der Kernwerte in seine Arbeit integriert hat – als ein weiterer Schlüssel der Industrie, um die Umwelt zu schützen. „Ich erkenne in der Branche sehr viel Entschlossenheit, konkrete Lösungen im Kampf gegen Meeresmüll schneller voranzubringen und die Geschäftsmodelle anzupassen“, so Javier Constante.

mg

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