Verpackungslösung mit geringem Platzbedarf

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Wittmann Battenfeld stellte auf der Fakuma die neue W837 Pro IML-Anlage vor. Diese verfügt über eine seitlich einfahrende Roboterlösung.

Wittmann hat bereits langjährige Erfahrung mit dem Bau von Entnahme- und Einlegesysteme für die Verpackungsindustrie: sowohl Top-Entry-Zellen als auch seitlich einfahrende Systeme. Mit dem horizontalen W837 Pro Roboter zeigte das Unternehmen auf in Friedrichshafen die neueste Lösung in dieser Baureihe. Die komplett überarbeitete Wittmann W837 pro IML-Anlage zeichnet sich durch höchste Verfahrgeschwindigkeiten, modularen Aufbau und optimale Zugänglichkeit aus. Die Anlage arbeitet dabei in Kombination mit einer Spritzgieß-Einheit von Wittmann Battenfeld, einer Eco Power Xpress 160.

Die seitliche einfahrende W837 Pro Roboterlösung greift auf zahlreiche Komponenten aus dem Standard-Robotprogramm von Wittmann zurück, etwa auf die R8-Steuerung und die Antriebe. Mit der R8-Steuerung können hierbei beliebige Anpassungen im Ablaufprogramm vorgenommen werden. Durch die vorhandene Flexibilität ist das System nicht nur zukunftssicher ausgerichtet, sie ermöglicht auch, Anwendungen an sich verändernde Anforderungen anzupassen.

Weniger als 3,5 Sekunden Gesamtzykluszeit

Auch im geöffneten Zustand zeichnet sich die Wittmann W837 Pro mit einer hohen Zugänglichkeit aus. Foto: Wittmann Battenfeld

Um kurze Entnahme- und Gesamtzykluszeiten sicherzustellen wurden zwei synchronisierte Servomotoren in der horizontalen Verfahrachse eingesetzt: Dadurch sind Beschleunigungen von 80 m/s² möglich. Auf der Fakuma produzierte die IML-Anlage spritzgegossene Deckel unter Nutzung eines 4-fach-Werkzeugs - in einer Gesamtzykluszeit von weniger als 3,5 s. Möglich wird dies durch den Einsatz von elf Servoachsen, die, teilweise synchronisiert, größtenteils gleichzeitig im Einsatz sind, um die Separierung der Label, das Einlegen und die Entnahme sowie das Stapeln auszuführen.

Die fertig gespritzten dekorierten Deckel werden auf einem vertikalen Förderband abgelegt, auf welchem bei Bedarf eine Kamerainspektion durchgeführt werden kann. Das Ausschleusen von Anfahr- und Schlechtteilen geschieht ebenfalls über das Transfersystem, wobei diese Teile nach erfolgter Übergabe mit Hilfe eines weiteren Förderbands aus der Anlage transportiert werden. Gutteile werden an eine separate Stapelachse übergeben. Diese zeichnet sich durch ihre stabile doppelseitig geführte Vertikalachse aus. Damit wird eine präzise Positionierung der Teile im Ablagebereich sicherstellt. Im Fall der Fakuma-Messeanlage werden Produktstapel in der Höhe von 300 mm erzeugt. Die Pufferstrecke erstreckt sich über 2.000 mm in Richtung der Maschinen-Schließseite, um ein einfaches nachträgliches Handling der fertigen Teile zu ermöglichen.

Flexibel und optional aufrüstbar

Im Wartungs- und Servicefall können die beiden seitlichen Einheiten, das Labelmagazin und die Stapelachse, um jeweils 500 mm auf dem einteiligen Grundrahmen verschoben werden. Somit ist ein einfacher Zugang zu den einzelnen Komponenten der Anlage gegeben.

„Die Fakuma ist für uns der perfekte Rahmen, unsere neueste Entwicklung für die Verpackungsindustrie zu präsentieren. Wir sind besonders stolz darauf, mit der neuen W837 Pro Roboterlösung allen Anforderungen unserer Kunden nachkommen zu können. Dazu zählt unter anderem die Minimierung der Stellfläche, wobei dennoch ein einfacher Zugang zur Spritzgießmaschine gewährleistet bleiben soll. Der W837 pro erfüllt diese Anforderung in vollem Umfang. Darüber hinaus können wir es den Anwendern anbieten, nachträglich eine Kamerakontrolle zu realisieren, ohne große Umbauten an der bestehenden Zelle durchführen zu müssen“, erklärt Martin Stammhammer, Internationaler Verkaufsleiter Roboter und Automatisierungssysteme der Wittmann Gruppe.

db

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