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Verpackungen: Engel startet Packaging Center

Mit rund 300 Kunden und Partnern hat Engel sein neues Packaging Center eingeweiht. An den Standorten Schwertberg und St. Valentin stehen Produktionszellen für Versuche von Kunden aus der Verpackungsbranche und Leistungsanalysen bereit. Foto: Engel

Engel hat in Schwertberg und St. Valentin sein neues Packaging Center gestartet, das Kunststoffverarbeiter aus der Verpackungsbranche unterstützt.

Mit dem Packaging Center hilft der österreichische Spritzgießmaschinenbauer seinen Kunden aus der Verpackungsbranche, die Leistung der Produktionsanlagen weiter zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Steigende Energiepreise, der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft und sich verändernde Konsumentenbedürfnisse stellen die Hersteller von Kunststoffverpackungen vor große Herausforderungen.

Produktionszellen für die unterschiedliche Anforderungen

An den beiden Standorten in Schwertberg und St. Valentin stehen Produktionszellen für die unterschiedlichsten Packaging-Anforderungen einsatzfertig bereit. Darunter befinden sich vollelektrische E-Cap Hochleistungsmaschinen für die Herstellung von Getränkeverschlüssen und Flip-Top-Deckeln, E-Speed Maschinen für Dünnwandbehälter und Eimer sowie Duo Speed Zweiplattenmaschinen für große Behälter und Container. Darüber hinaus können im Technikum von Engel vollelektrische E-Mac Spritzgießmaschen genutzt werden. Denn auch diese Baureihe findet für Packaging-Anwendungen im mittleren Leistungssegment immer stärker Einsatz, vielfach für die Verarbeitung von Rezyklat.

Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung sind die zentralen Leitthemen, die das neue Packaging Center adressiert. So sind alle Spritzgießmaschinen mit intelligenten Assistenzsystemen aus dem Inject 4.0 Programm von Engel ausgerüstet. IQ Weight Control beispielsweise erkennt Schwankungen des Schussvolumens und der Materialviskosität und gleicht sie noch im selben Zyklus automatisch aus. Jüngste Versuchsreihen haben gezeigt, dass die Software bei Hochleistungsanwendungen mit sehr kurzen Zykluszeiten deutliche Qualitätsverbesserungen erzielt. Ein weiteres Beispiel ist IQ Flow Control, das Temperaturdifferenzen in den einzelnen Kühlkreisen auf einen Sollwert regelt. Damit sorgt dieses Assistenzsystem für konstante Temperierverhältnisse und reduziert zugleich deutlich den für die Temperierung benötigen Energieaufwand.

Zykluszeit und Energieeffizienz im Fokus des Centers

Christoph Lhota, Leiter der Business Unit Packaging von Engel: „Zykluszeit und Energieeffizienz sind in der Verpackungsindustrie die wichtigsten Effizienzkennzahlen.“ Foto: Engel

„Zykluszeit und Energieeffizienz sind in der Verpackungsindustrie die wichtigsten Effizienzkennzahlen“, sagt Christoph Lhota, Leiter der Business Unit Packaging von Engel. „Wir laden unsere Kunden ein, hier unsere Spritzgießmaschinen auf Herz und Nieren zu testen.“ Für einen praxisnahen Leistungstest, der unter anderem Analysen der Zykluszeit und Energieeffizienz umfasst, können Kunden ihre eigenen Werkzeuge und auch eigene Materialien ins neue Packaging Center mitbringen. Darüber hinaus stellt der Maschinenbauer vor Ort viele Werkzeuge aus den unterschiedlichsten Produktgruppe bereit; dazu ein breites Spektrum an Peripheriesystemen von verschiedenen Partnerunternehmen sowie Automatisierungslösungen sowohl aus dem eigenen Haus als auch von Partnern, wie Campetella und Beck Automation.

Rezykliertes Polypropylen für Lebensmittelverpackungen

Zur Eröffnung des Packaging Centers Mitte Mai folgten rund 300 Kunden und Partner von Engel der Einladung nach Schwertberg und St. Valentin. An beiden Standorten gab es Vorträge, Podiumsdiskussionen und Live-Maschinenexponate. Unter den Referenten waren sowohl Technologie- und Materialanbieter als auch Verpackungsproduzenten. Zum Beispiel berichtete Prof. Edward Kosior von Nextek über die Chancen von rezykliertem Polypropylen (rPP) für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen. Passend zu diesem Vortrag präsentierte Engel zum ersten Mal die Spritzgießverarbeitung von aus Post-Consumer-Sammlungen aufbereitetem Polypropylen der Öffentlichkeit. Lhota: „Wir haben einen weiteren Stoffkreislauf geschlossen.“

sk