Verlagsgründer Dr. Heinz B. P. Gupta verstorben

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Am 30. September 2020 ist der Verlagsgründer Dr. Heinz Bijoy Prosad Gupta (*1932 in Kalkutta) im stolzen Alter von 88 Jahren in Ratingen verstorben.

Gupta war Gründer des Dr. Gupta Verlags, über viele Jahre Chefredakteur der GAK Gummi Fasern Kunststoffe und bis 2019 Herausgeber verschiedener Fachzeitschriften für die Kautschuk-, Polyurethan- und TPE-Industrie.

Heinz Gupta studierte Chemie an der Universität Bonn, wo er auch promovierte. Nach dem Studium war er bei den Kabelwerken Duisburg und bei der Paguag in Düsseldorf Rath tätig. Ab 1970 beriet er verschiedene Hersteller von Reifen, Formartikeln und Moosgummiprodukten. 1972 übernahm er zusätzlich die Chefredaktion der GAK, die seit 1948 vom Gentner Verlag, damals noch unter dem Namen Gummi-Asbest-Kunststoffe, herausgegeben wurde.

Unvergessen: Die Editorials von Dr. Heinz Gupta

Seine Tätigkeit in der Industrie und als Berater war eine hervorragende Grundlage für diese journalistische Aufgabe, und ermutigte ihn, 1993 den Dr. Gupta Verlag zu gründen und die GAK selbst weiterzuführen. Eine besondere Note bekam die Zeitschrift durch seine einzigartigen Editorials, in denen Gupta manchmal kritisch, manchmal wohlwollend, manchmal streitbar, aber immer humorvoll und nachdenklich aktuelle Geschehnisse hinterfragte. Er sagte seine Meinung, und es kümmerte ihn wenig, ob diese opportun war.

Über die Jahre erweiterte Heinz Gupta das Portfolio seines Verlages. Zur K 2001 lancierte er mit dem PU Magazin eine neue Fachzeitschrift für die Polyurethanindustrie. 2004 folgte das PU Magazine International als englischsprachige Ausgabe. Im Jahr 2006 wurde die GAK um eine englische Ausgabe, die RFP Rubber Fibres Plastics erweitert, und 2009 ging der Dr. Gupta Verlag mit dem englischsprachigen TPE Magazine an den Start.

Verlagsgründer mit Herz für die Kautschukindustrie

Vor allem aber setzte sich Dr. Gupta unermüdlich dafür ein, das Image der Industrie, deren Wohlergehen ihm so sehr am Herzen lag, zu pflegen und zu verbessern. Seine Leidenschaft galt der Kautschukindustrie. Über Jahrzehnte galt er als der „Gummi-Mann“, der auf allen wichtigen Messen, Tagungen und Branchentreffen ein gefragter Diskussionspartner war. Häufig war er es, der nach einem Vortrag die erste – meist wohlmeinende – Frage stellte, um das Eis zu brechen.

Für seine Lebensleistung wurde ihm 2006 als Dank für sein großes Engagement die Plakette der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft für besondere Leistungen in Forschung, Technik und Wirtschaft verliehen.

mg

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