VDMA: Oberflächentechnik bleibt auf hohem Niveau

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Der VDMA erwartet für die deutsche Oberflächentechnik für 2019 ein Wachstum des Produktionsvolumens um 1 % auf über 2,3 Mrd. EUR.

Nach starken Zuwächsen der deutschen Oberflächentechnik in den vergangenen fünf Jahren ist mit dem Wachstum von 1 % die allgemeine konjunkturelle Abflachung jetzt auch in der Oberflächentechnik spürbar. Die Auslastung der Unternehmen bleibt jedoch auf hohem Niveau, wie Dr. Thomas Schräder, Geschäftsführer VDMA Fachverband Allgemeine Lufttechnik, erläuterte.

Dr. Thomas Schräder, Geschäftsführer VDMA Fachverband Allgemeine Lufttechnik Foto: VDMA

Der europäische Wirtschaftsraum ist beim Welthandel nach Ausfuhren mit einem Anteil von 52 % Anteil weiterhin an der Weltspitze. Deutschland trägt dabei mit rund 30 % zum europäischen Exportvolumen bei. Ostasien folgt mit 36 % Anteil. Der ostasiatische Anteil am Welthandel wird von China dominiert und hat sich in den vergangenen 15 Jahren mehr als verdoppelt. Der Anteil des US-dominierten nordamerikanischen Wirtschaftsraums ist im gleichen Zeitraum um ein Drittel auf heute 11 % geschrumpft.

Rund 75 % des europäischen Bedarfs wird aus Europa selbst bedient

Der Anteil anderer Wirtschaftsregionen an den Ausfuhren im Welthandel der Oberflächentechnik beträgt weniger als 1 %. Der europäische Markt ist mit 40 % Anteil auch der größte Absatzmarkt im internationalen Handel für Oberflächentechnik. Rund drei Viertel des europäischen Bedarfs wird aus Europa selbst bedient.

Von der deutschen Oberflächentechnikproduktion geht mehr als 60 % in die Zielbranchen Automobil, Automobilzulieferer und metallverarbeitende Industrie. Mit höchsten Anforderungen an die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte setzen diese Zielbranchen die größten Innovationsimpulse für die Oberflächentechnik.

Oberflächentechnik mit Schlüsselrolle für den Leichtbau

In den Hauptzielbranchen der Oberflächentechnik sind Leichtbaukonzepte in der Produktentwicklung vor allem in der Automobilbranche und deren Zulieferindustrie fest verankert. Im Maschinenbau wird das Potential von Leichtbaukonzepten zunehmend genutzt.

Wie der VDMA erklärt, ist die Oberflächentechnik für den Leichtbau eine unabdingbare Basistechnologie. Sie ermöglicht den Einsatz von Werkstoffen unabhängig von deren Oberflächeneigenschaften. Fügeprozesse, einheitlich hochwertige Beschichtungen auf unterschiedlichen Werkstoffen und Beschichten von Werkzeugen für die Bearbeitung von Faserverbundwerkstoffen sind einige markante Anwendungsbeispiele, die für die grundlegende Bedeutung von Oberflächentechnik für den Leichtbau stehen.

Besondere Herausforderungen für die Oberflächentechnik sieht der VDMA bei additiv hergestellten Bauteilen. Hier müssen verfahrensbedingt raue Oberflächen auf die Performanceanforderungen der Produkte angepasst werden. Auch hier sind Lösungen aus der gesamten Bandbreite der Oberflächentechnik gefragt.

Aufgrund der spezifischen Aufgabenstellungen für leistungsfähige leichte Produkte ist laut VDMA weiter von einem hohen Entwicklungsbedarf, auch für die Oberflächentechnik, auszugehen. Dieser Bedarf spiegelt sich ebenfalls in dem in Vorbereitung befindlichen Technologie Transferprogramm Leichtbau des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) wider.

jl

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